Tatort-Schauspieler Hartmut Volle ist neuer Botschafter der „IFB-Stiftung“

28 Jul
2016
Hartmut-Volle_IFB-Botschafter

IFB-Botschafter Hartmut Volle – Foto: IFB-Stiftung © Bernd Kammerer

Wiesbaden – IFB-Stiftung gewinnt Tatort-Schauspieler Hartmut Volle als Botschafter! Der vielseitige Mime ist im Oktober wieder als Chef der Spurensicherung Horst Jordan im saarländischen Tatort zu sehen. Derzeit steht er bis Ende Juli als Malvolio in dem Shakespeare-Stück „Was Ihr wollt“ in Hanau auf der Bühne.

Anfang nächsten Jahres kommt der in Frankfurt lebende Künstler mit dem Spielfilm „Die Reste meines Lebens“ an der Seite von Ulrike Kriener in die deutschen Kinos. Hartmut Volle hat viele Gesichter – ist engagiert und optimistisch, obwohl ihm und seiner Familie das Schicksal übel mitgespielt hat. Vor vier Jahren verunglückte sein damals 18-jähriger Sohn Max so schwer, dass er seitdem von der Hüfte abwärts gelähmt ist: „Das hat uns mit solch einer Wucht aus der Bahn geworfen!“

Es sind extreme Momente für das Schauspieler-Paar Hartmut Volle und Andrea Wolf und ihre  beiden Kinder Nina und Max. „Schlagartig ist nichts mehr, wie es einmal war.“ Sein Blick auf das Leben veränderte sich: „Mir ist meine Zeit jetzt zu wertvoll – und auch meine Kraft zu wertvoll“, sagte er kurz nach dem Unfall in einem Interview. Der schwere Schicksalsschlag trifft die Familie nicht nur emotional schwer, sondern auch finanziell. Die andauernden Reha-Maßnahmen des Sohnes kosten viel Geld.

Durch einen glücklichen Zufall lernte er die Wiesbadener IFB-Stiftung und die vielen Einrichtungen kennen und schätzen und wurde ihr Botschafter. „Es wird immer viel über Inklusion geredet und wenn es darauf ankommt, ist nur heiße Luft dahinter“, sagt Volle. Diese Erfahrung habe sein Sohn immer wieder machen müssen, bis er auf die IFB-Stiftung aufmerksam wurde. Dort wird sein Max im Herbst eine Ausbildung als Marketingkaufmann machen und hoffentlich zukünftig ein selbstbestimmtes Leben führen:

„Endlich gibt es für ihn und uns eine hoffnungsvolle Perspektive. Wir sind sehr zuversichtlich und glücklich. Ich freue mich sehr, diese Einrichtung ehrenamtlich zu unterstützen.“

Aufgewachsen ist Hartmut Volle als Sohn eines Pfarrers und mit sieben Geschwistern in Schwaben. Nach einem Soziologie-Studium in Bielefeld folgte eine Schreinerlehre – bevor er Anfang der 80er Jahre eine private Schauspielausbildung in Berlin absolvierte. Seit 1984 arbeitet er als Schauspieler für Film, Fernsehen und Theater. Während der Schreiner-Lehre kam er mit der Hand in die Säge und verlor mehrere Finger.

Doch Hartmut Volle ist und bleibt ein Optimist und trotzt dem Schicksal: „Mein Handicap ist fast schon zu meinem Markenzeichen geworden. In meiner Tatort-Rolle mache ich darüber öfters Witze und mit dem Klavierspielen klappt es auch noch gut.“

Seit 1959 ist es das Ziel der gemeinnützigen Organisation „IFB Inklusion durch Förderung und Betreuung e.V.“, die Lebensbedingungen von Menschen mit besonderen Bedürfnissen in jeder Lebensphase zu verbessern. Ursprünglich als private Elterninitiative in Wiesbaden gegründet, begleitet, unterstützt und fördert IFB heute rund 1.500 Betroffene und ihre Angehörigen. In insgesamt sieben Bereiche gliedern sich die unterschiedlichen Leistungen: Känguru – Zuhause – JOB – Rhinos – Hospizium – Löwenmut – Ehrenamt – Förderverein.

Alle Bereiche werden von Ehrenamt unterstützt! IFB beschäftigt über 1000 engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in mehr als 55 Einrichtungen in Wiesbaden und Umgebung, im Rheingau-Taunus-Kreis, im Main-Taunus-Kreis, im Landkreis Limburg-Weilburg, in Hadamar, in Leipzig und in Klipriver nahe Johannesburg (Südafrika). 

www.ifb-stiftung.de  –  https://www.facebook.com/pages/IFB-Stiftung/213314848714181

gw

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