DRK-Wasserwacht Hessen empfiehlt „Goldene Baderegeln“ für den „Badespaß ohne Risiko“

25 Jul
2016
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Bild: Pixabay

Wiesbaden/HessenMangelhafte Schwimmkenntnisse und Selbstüberschätzung können Badende schnell in heikle, lebensbedrohliche Situationen bringen.

Bernd Engel, Landesleiter der DRK-Wasserwacht Hessen, stellt die Problematik dar: „Die meisten Menschen können nur unzureichend schwimmen! In Schwimmbädern fallen diese Mängel nicht auf. Der rettende Beckenrand ist schnell und unauffällig zu erreichen. Nichtschwimmer sind noch viel schneller in Gefahr. Ohne fremde Hilfe wird ein Krampf oder Kräfteverlust schnell zur tödlichen Falle.

Lebensgefährlich ist auch die Selbstüberschätzung, zum Beispiel, wenn geübtere Schwimmer im offenen Gewässer (Badesee, Flüssen oder im Meer) größere Strecken schwimmen wollen. Anstatt entlang des Ufers längere Strecken zu schwimmen, werden große Strecken vom Ufer weggeschwommen. Das Resultat ist, das Wasser wird kälter, was die Neigung zu Krämpfen erhöht und den Schwimmer schneller ermüden lässt! Häufig wissen die Menschen aber gar nicht um die Gefahr, die von einem Gewässer ausgeht. Gerade an Flüssen oder am Meer sind oft Strömungen oder Unterströmungen vorhanden. Diese ziehen selbst geübte und trainierte Schwimmer vom rettenden Ufer weg. Auch in solchen Situationen kommt es immer wieder zu dramatischen Notfällen, die nicht selten tödlich enden.“

Die 10 Goldenen Baderegeln

Bernd Engel empfiehlt: „Die 10 Goldenen Baderegeln müssen immer beachtet werden, auch wenn sie altbacken anmuten! Sie haben im Laufe der Zeit schon viele Leben gerettet. Zu den wichtigsten Bade-Regeln, die übrigens auch für Erwachsene gelten, gehört: Andere nicht schubsen, sie untertauchen oder auf sie springen. Nicht durch Wasserpflanzen, in der Nähe von fahrenden Booten, an Brücken oder technischen Anlagen schwimmen. Nicht ins Ungewisse springen, also z.B. nicht von Brücken oder Felsen in trübe Gewässer. Niemals mit vollem Bauch, unter Alkoholeinfluss oder ohne Abkühlung ins Wasser gehen. Längere Strecken nie allein schwimmen.“

Die DRK-Wasserwacht-Baderegeln finden Sie unter: https://www.wasserwacht.de/baderegeln.html

Die Wasserwacht in Hessen
In Hessen gibt es bei der DRK-Wasserwacht etwa 400 Aktive. Die Ehrenamtlichen sind in 19 Wasserwacht-Ortsgruppen in ganz Hessen während der Badesaison aktiv. Darüber hinaus sind sie bei sportlichen Großveranstaltungen – wie dem Ironman in Frankfurt – zum Schutz der Schwimmer im Einsatz.

www.wasserwacht-hessen.de

Das Rote Kreuz in Hessen
Das hessische Rote Kreuz gliedert sich in 39 Kreisverbände und 452 Ortsvereine … es gibt 337 Bereitschaften, 224.812 Fördermitglieder, 13.948 aktive Helferinnen und Helfer plus 4.720 Jugendrotkreuzmitglieder in 278 JRK-Gruppen und zudem arbeiten auch noch 6.626 hauptamtliche Mitarbeiter im DRK Hessen.

www.drk-hessen.de

gw

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