Heute ist der Geburtstag des böhmischen Mönchs und bedeutenden Naturforschers Gregor Johann Mendel

20 Jul
2016

Bonn – Gregor Johann Mendel war ein katholischer Ordenspriester und bedeutender Naturforscher, der die nach ihm benannten „Mendelschen Regeln“ der Vererbung entdeckte. Er wird daher oft als „Vater der Genetik“ bezeichnet.

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Am 20. Juli hat der Mann Geburtstag, ohne den diese große Vielfalt nicht möglich wäre. Der böhmische Mönch Gregor Johann Mendel veröffentlichte vor 150 Jahren seine Regeln von der Vererbung und ermöglichte damit die Verbesserung der Pflanzen, die wir heute tagtäglich auf dem Teller haben. Und auch bei der Bekämpfung des Hungers auf der Welt helfen die Erkenntnisse des berühmten ‚Erbsenzählers‘.

1856 begann Mendel im Garten des Klosters systematische Kreuzungsexperimente mit zuvor sorgfältig ausgewählten Sorten der Erbse. Zwischen 1856 und 1863 kultivierte er schätzungsweise 28.000 Erbsenpflanzen. Mit befreundeten Naturforschern aus der Umgebung gründete er 1862 den „Naturforschenden Verein Brünn“. Aus seinen Experimenten gingen zwei allgemeine „Gesetze“ hervor, die bis heute als „Mendelsche Regeln“ gelten.

Über Gregor Johann Mendel:

Mendel wurde als Bauernsohn am 20. Juli 1822 in Nordmähren geboren. Er besuchte das Gymnasium in Troppau und Olmütz (Olmuc). Krankheiten und wirtschaftliche Not zwangen ihn, Aufnahme in der Augustinerabtei St. Thomas in Alt Brünn zu finden. Hier widmete er sich schon bald biologischen Untersuchungen. 1856 begann Mendel seine berühmten ‚Erbsen-Versuche‘. Er las reinerbige Erbsen aus und führte mit diesen über 10.000 Kreuzungen durch. Dabei stellte er die drei wesentlichen Regeln der Vererbung auf, die beschreiben, wie die Vererbung abläuft, deren Ausprägung von (nur) einem Gen bestimmt wird.

1866 veröffentlichte er seine Erkenntnisse. Er wurde damals nicht verstanden und gab die Forschung in diesem Bereich auf. 1868 wurde er Abt in der Abtei Alt Brünn. 1883 erkrankte Mendel schwer und verstarb am 06. Januar 1884 in Brünn. Erst im Jahr 1900 wurden seine Vererbungsregeln wiederentdeckt und ihre Tragweite erkannt.

ots/wk

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