„My friends all drive Porsches“, sang Janis Joplin … ihr knallbunt bemalter „Porsche 356 SC“ wurde für 1,76 Millionen Dollar versteigert!

14 Jul
2016
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Bild: Porsche AG

Stuttgart-Zuffenhausen – Janis Joplin saß selbst am Steuer eines knallbunt bemalten „Porsche 356 SC“, der kürzlich für 1,76 Millionen Dollar versteigert wurde.

Summertime … Child, the living’s easy …
Ein Bild für die Götter, jedenfalls für die entspannten, gut gelaunten, die Götter der Sechzigerjahre: Wie Janis Joplin in ihrem knallbunt bemalten „Porsche 356 SC“  über den Highway brettert, die kalifornische Sonne über ihr und den Pazifikwind im Haar, die runde Brille auf der Nase, das Radio am Anschlag und den Southern Comfort griffbereit im Handschuhfach …

Freedom’s just another word – for nothing left to lose …
Alle fahren sie Porsche, alle, alle ihre Freunde. Und Janis selbst natürlich auch: Kaum ein Auto ist in den Swinging Sixties so bekannt wie der farbenfrohe 1964er Porsche 356 SC, in dem die Blues- und Rock-Legende mit wehendem Haar die Freiheit und das Leben genießt. Von wegen,

when I bring home my hard earned pay,
I spend my money all on Mary Jane!
Den Löwenanteil vermutlich schon, aber ganze 3.500 Dollar jedenfalls sind noch drin gewesen für das edle Cabrio, dazu 500 extra für ihren Roadie Dave Richards, der nach einem Großeinkauf im Farbenladen die Geschichte des Universums in allen Regenbogenfarben auf den Flitzer pinselt. Und der ist keineswegs für die Garage bestimmt. Im Gegenteil, die Sängerin verpasst keine Chance für einen wilden Trip, sie liebt es, in ihrem charakteristischen Porsche von den Fans bejubelt zu werden,

from the Kentucky coal mines to the California sun, …
through all kinds of weather, through everything that we done.
Die beiden sind wie füreinander gemacht, was für ein Paar, was für eine Liebe!

Have another piece of my heart now, baby, you know you got it if it makes you feel good …
Durch dick und dünn, durch Wind und Wetter, highs und lows, durch diebstahlbedingte Trennungen (cry baby, cry baby, cry baby) und glückliche Wiedervereinigungen (honey, welcome back home), bis, nun ja, bis der Tod sie scheidet. Dort in L.A. im Landmark Hotel, wo der kurvige Lebensweg der Janis Lyn Joplin 1970 ein jähes Ende fand.

Der Porsche aber ist längst nicht am Ziel. Nach insgesamt drei Umlackierungen, diversen Nachbesitzern, 20 drögen Jahren im Museum und einer Versteigerung bei Sotheby’s sitzt nun endlich wieder irgendein Hippie hinter seinem Steuer. Schon etwas älter bestimmt, und um 1,76 Millionen Dollar ärmer zwar, aber was soll’s,

oh, come on, come on, come on,
die kalifornische Sonne über ihm, den Pazifikwind in den Haaren und den Duft der Freiheit um die Nase,

it rode us all the way to New Orleans,
I pulled my harpoon out of my dirty
red bandanna, I was playing soft while Bobby sang the blues …

https://newsroom.porsche.com/de.html

gw

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