„François-Blanc-Spielbank Bad Homburg“ feiert 175. Geburtstag … mit sensationellen Aktionen!

17 Mai
2016

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Bild: By Karsten Ratzke (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

Bad Homburg v. d. Höhe– Am 23. Mai 1841 setzten die Zwillingsbrüder François und Louis Blanc den Roulette-Kessel erstmals in Bewegung – im Brunnensälchen im heutigen Bad Homburger Kurpark. An dieser historischen, mehrfach erweiterten Stätte residiert die Spielbank noch heute.

Die ‚François-Blanc-Spielbank Bad Homburg‘ pflegt ihre Tradition, erfüllt aber gleichzeitig die heutigen Ansprüche und Wünsche der Menschen nach Spiel und Unterhaltung. Mit dem breitesten Spielangebot in Deutschland ist es ihr gelungen, unter 65 deutschen Casinos auf Platz 5 vorzurücken. So gut aufgestellt, wird nun das Jubiläum groß gefeiert. „Das ganze Jahr über laden wir die Gäste zu tollen Spielaktionen, zu Konzerten und anderen kulturellen Veranstaltungen ein“, kündigen die beiden Geschäftsführer Lutz Schenkel und Holger Reuter an.

Ein breit gefächertes Unterhaltungsangebot trug neben dem „Hasardspiel“ dazu bei, dass die Homburger Spielbank schon bald nach ihrer Eröffnung im Jahre 1841 über die Grenzen Deutschlands und Europas hinaus bekannt wurde. Die südfranzösischen Zwillingsbrüder Blanc waren gewitzte Unternehmer, konnten organisieren und kalkulieren, Menschen für sich gewinnen und Visionen entwickeln. In der Residenzstadt des Landgrafen von Hessen-Homburg sahen sie ihre Lebenschance, endlich Reichtümer zu erringen.

Der Landgraf wiederum setzte alle Hoffnungen auf die Brüder, die dazu beitragen sollten, seine Schuldenlasten zu verringern. Er wünschte die Expansion des noch dahinsiechenden Kurbetriebs und erlaubte im Gegenzug das Glücksspiel. Die Blancs bauten ein Kurhaus, in das auch die Spielbank einzog, erweiterten es bzw. bauten es noch prächtiger neu auf, ließen nach neuen Heilquellen bohren, Badhäuser errichten und von dem größten Gartenarchitekten seiner Zeit, Peter Joseph Lenné, den Kurpark anlegen. Die Stadt erhielt ein Gaswerk zur Beleuchtung der Straßen und die Anbindung an das internationale Eisenbahnnetz.

Schon bald drängten sich die Aristokraten, die Reichen und Berühmten ihrer Zeit um die Homburger Spieltische. Unter ihnen z.B. der russische Schriftsteller Fjodor Michailowitsch Dostojewski, der seine Erlebnisse in seinen Roman „Der Spieler“ einfließen ließ. François Blanc – Louis kränkelte früh und starb bereits 1850 – war auch ein äußerst geschickter Marketingstratege. Zum einen hatte er als erster die bis dahin beim Roulette übliche Doppel-Zero abgeschafft, was für die Gäste erheblich höhere Gewinnchancen bedeutete. Zum anderen arbeitete er intensiv mit der europäischen Presse zusammen. Von Paris bis Petersburg, von London bis Madrid, berichteten große Zeitungen von den sagenhaften Gewinnen, die man in Homburg machen könne, von den luxuriösen Annehmlichkeiten und den vielseitigen Unterhaltungsmöglichkeiten des Ortes.

Spielbank-Bad-Homburg

Spielbank Bad-Homburg

Ende 1872 kam leider das „Rien ne va plus“ für die Spielbank. Mit Ferdinand war 1866 der letzte hessen-homburger Landgraf gestorben, die Residenzstadt fiel an Preußen, das die Schließung des Homburger „Sündenpfuhls“ anordnete. François Blanc hatte vorgesorgt und ging nach Monaco, wo er das Casino Monte Carlo zu Weltruhm führte. In Bad Homburg konzentrierte man sich nun auf den reinen Kurbetrieb und konnte den Ruf eines „Fürstenbades“ weiter ausbauen, bis der 1. Weltkrieg dem munteren Geschehen ein Ende setzte.

Erst nach dem 2. Weltkrieg gelang es Bad Homburg, wieder eine Spielbankkonzession zu erhalten. Am 07. April 1949 erlebte die Stadt im Brunnensälchen das Wiederauferstehen seiner Tradition. Hermann Heidtmann und ab 1976 Werner Wicker verhalfen dem Casino und damit Bad Homburg zu Aufstieg und Anerkennung. Seit 1949 besuchten über 16 Millionen Gäste die Spielbank und sorgten für einen Bruttospielerlös von insgesamt fast 1,2 Milliarden Euro von dem der weitaus größte Teil allerdings in die öffentlichen Kassen floss.

Seit 2013 steht die „François-Blanc-Spielbank Bad Homburg“, wie sie jetzt heißt, unter öffentlich-rechtlicher Regie. Die Gesellschaft ist eine „Tochter“ der zu hundert Prozent städtischen Kur- und Kongreß-GmbH. Für über drei Millionen Euro ließen die beiden Geschäftsführer Holger Reuter und Lutz Schenkel die Räume im historischen Moller-Bau und in den Anbauten komplett renovieren und modernisieren. Nach der Neupositionierung hat die Spielbank – mit über 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 26 Nationen – ihren Weg an die Spitze bundesdeutscher Spielbanken fortgesetzt. Neben den klassischen Spielen Roulette, Black Jack und Poker sowie dem umfangreichen Automatenangebot mit 160 Geräten sorgen das über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Restaurant „Le Blanc“, die Bar „Dostojewskis“ sowie die Lounge als gehobener Nachtclub für zeitgemäßes, exklusives Entertainment.

In den Tagen rund um den Spielbank-Geburtstag am 23. Mai wird natürlich kräftig gefeiert. Bis zum 23. Mai ist das Jubiläum auch außerhalb des Brunnensälchens sichtbar: Durch eine kunstvolle Illumination des historischen Moller-Baus, des Kaiser-Wilhelms-Bades und der Brunnenallee sowie einer Wasser-Simulation am Kaiser-Brunnen. Schauspieler der Volksbühne Bad Homburg schlüpfen in historische Gewänder und lassen in den Spielsälen die Geschichte lebendig werden. Modern, prickelnd und zum Tanzen animierend wird es am 20. und 21. Mai ab 22:00 Uhr in der Lounge. „Classic meets Electro“ heißt es bei den beiden Geburtstagspartys, bei denen DJane Miss Sabién auflegt und Miss VIO-LINE für den Live-Act sorgt. Am Sonntag, 22. Mai, können kleine und große Besucher beim Tag der offenen Tür in alle Spielbereiche hineinschnuppern … und um 23:00 Uhr wird das Jubiläumswochenende mit einem kunterbunten Feuerwerk im Kurpark abgeschlossen.

Weitere kulturelle Großereignisse finden statt: So will der Frankfurter „Tigerpalast“ am 10. August gratulieren, indem er sein neues Varieté-Programm in einer exklusiven Open-Air-Vorpremiere vor dem Kaiser-Wilhelms-Bad präsentiert. Für den 09. September hat sich Mario Biondi, einer der charismatischsten Soul-Jazz-Sänger der Gegenwart, in der Lounge angesagt und am 09. Dezember kommt „Dr. Swing“ Tom Gaebel mit seiner neuen Show „Licence to swing“. Damit ist die Veranstaltungsreihe keineswegs vollständig … einige Auftritte sind noch in der Planung.

Während der UEFA-Fußball-Europameisterschaft vom 10. Juni bis 10. Juli wird das große EM-Roulette-Turnier ausgetragen. Es geht um ein Gesamtpreisgeld von immerhin insgesamt 10.000 Euro. Das Buy-In beträgt 20,– Euro und der Tagessieger erhält garantiert 300,– Euro. Gespielt wird jeden Donnerstag um 19:00, 20:00, 21:00 und 22:00 Uhr.

Im Spielbank-Restaurant „Le Blanc“ werdenGenuss und Spiel‘ groß geschriebensei es ein besonders raffiniertes Jubiläums-Menü oder das „Roulette-Dinner“, das immer am 1. und 3. Montag des Monats stattfindet (jedoch nicht an Feiertagen oder bei besonderen Veranstaltungen). Möglich, dass der Gast 36,– Euro bezahlen muss – es kann aber auch sein, dass ihn das Essen gar nichts kostet, weil die Kugel auf Zero gefallen ist …

Der Zutritt zur Spielbank und zur Lounge ist ab 18 Jahren erlaubt. Einlass nur mit einem gültigen Personalausweis. Damit Glücksspiel nicht zur Sucht wird: Beratung unter Tel. 06172/60080  –  www.casino-bad-hom­burg.de

gw

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