Balkanstaat feiert Jubiläum: „10 Jahre Unabhängigkeit von Montenegro“ im ‚Goethehaus Frankfurt am Main‘!

12 Mai
2016
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(v.l.n.r.): Seine Königliche Hoheit Prinz Nikola Petrović Njegoš von Montenegro; Mia Kesselman-Evans (Moderatorin); Nena Kesselman-Evans; Konsul Dejan Vukovic  –  Foto: Gertrud E. Warnecke

Frankfurt am Main / Podgorica Seine Königliche Hoheit, Prinz Nikola Petrović Njegoš von Montenegro, ließ es sich nicht nehmen, zu diesem großen Ereignis am 07. Mai nach Frankfurt am Main zu reisen. Nachdem Montenegro nahezu 90 Jahre zu Jugoslawien gehörte, wurde es am 03. Juni 2006 erneut unabhängig und feierte nun mit zahlreichen geladenen Gästen „10-jähriges Jubiläum“!

Nachstehend geben wir auszugsweise die Rede Seiner Königlichen Hoheit, Prinz Nikola Petrović Njegoš von Montenegro, wieder:

„Es bewegt mich sehr, mit Ihnen gemeinsam in diesem Hause zu sein, in dem eine bedeutende Persönlichkeit der Kultur und der europäischen Geschichte geboren wurde und aufgewachsen ist. Ich bin sicher, dass Johann Wolfgang von Goethe – als großer Freund der Völker – glücklich gewesen wäre, heute unter uns zu sein.

Es sind nunmehr zehn Jahre vergangen, dass Montenegro seine Unabhängigkeit auf demokratischem Wege durch ein Referendum im Jahre 2006 wiedererlangt hat … exakt ein Jahrhundert, nachdem mein Urgroßvater, König Nikola von Montenegro, seine Regierung und seine Familie in Folge der Besetzung durch die österreichisch-ungarische Armee (1916) ins Exil gehen musste. Im Oktober 1918 beschloss die selbsternannte Versammlung von Podgorica (unter der Kontrolle durch die Armee) den Anschluss Montenegro’s an Serbien … und die Verbannung des Königs und seiner Familie sowie die Konfiskation seines gesamten Besitzes.

Sie werden verstehen, dass mich dieses Gedenken sehr bewegt … doch die Geschichte geht niemals zu Ende: Im Oktober 1989 – zwei Monate vor dem Fall der Berliner Mauer – setzte der Prozess der Rehabilitierung ein … zunächst mit der Rückkehr der sterblichen Überreste von König Nikola und Familie. Mehr als 200.000 Personen kamen, um ihren König zu empfangen.“

Eine Volksabstimmung über die Unabhängigkeit des Staates Montenegro wurde schließlich am 21. Mai 2006 abgehalten. Darauf hatten sich die Regierung und die Opposition nach längerem Streit geeinigt. Kroatien und die UNO gratulierten bereits am Tag nach einer entscheidenden Wahl ‚Montenegro zur Unabhängigkeit‘. Am 03. Juni 2006 wurde diese durch die Unabhängigkeitserklärung des montenegrinischen Parlaments vollzogen. Die Republik Serbien erkannte als Rechtsnachfolgestaat von Serbien und Montenegro am 15. Juni 2006 ‚Montenegro als unabhängigen Staat‚ an, bereits am 05. Juni 2006 hatte sich Serbien selbst formal für unabhängig erklärt.

Prinz Nikola Petrović Njegoš von Montenegro führt weiter aus: „Die große Mehrheit unserer Mitbürger möchte Europa mit vollen Rechten und Pflichten angehören. Deutschland hat uns von Anfang an auf diesem Weg begleitet und ist weiterhin einer unserer wichtigsten Verbündeten. Unser Land hat ein außerordentlich reiches Erbe an Biodiversität bewahrt … mehrere deutsche Botaniker haben schon bei uns geforscht. Besonders ist auch die Kultur zu erwähnen: Der bedeutende Dichter und Fürstbischof von Montenegro, Petar II. Petrović-Njegoš, war ein großer Bewunderer Goethe’s. – Ich danke Ihnen für Ihre Präsenz! Lang lebe die Freundschaft zwischen unseren beiden Ländern … “  – www.gk-montenegro.de

Über Montenegro:

Montenegro, eine Republik an der südöstlichen Adriaküste in Südosteuropa, hat gemeinsame Landesgrenzen mit Kroatien (25 km),  Bosnien und Herzegowina (225 km), Serbien (203 km), dem Kosovo (78,6 km) und Albanien (172 km). Der Balkanstaat ist mit etwa 625.000 Einwohnern und einer Fläche von 13.812 Quadratkilometern einer der kleineren Staaten Europas – flächenmäßig etwas kleiner als Schleswig-Holstein. Die Hauptstadt ist Podgorica. Hauptwirtschaftszweig ist der Tourismus an der montenegrinischen Küste.

Montenegro ist Mitglied der Vereinten Nationen, der WTO, der OSZE und des Europarates. Zudem ist Montenegro Beitrittskandidat der Europäischen Union und der NATO. Auf dem NATO-Außenministertreffen in Brüssel am 02. Dezember 2015 wurde Montenegro offiziell zum Beitritt zur NATO eingeladen. Die Einladung bedeutet zunächst einmal den Start von Beitrittsverhandlungen, die etwa ein Jahr dauern sollen.  –  (Wikipedia)

Gertrud E. Warnecke

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