Gutes Sehen in jeder Entfernung … Multifokallinsen – die Alternative zu Brille und Kontaktlinsen!

3 Mai
2016
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Bild: VSDAR

Seit ihrer Entwicklung haben Kunstlinsen zunehmend an Qualität und Perfektion gewonnen und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Durch technische Verbesserungen der Optik und aufgrund hervorragender Ergebnisse findet diese Methode immer mehr Einsatzmöglichkeiten.

Wurden diese Linsen zunächst nur bei Patienten mit einer bestehenden Linsentrübung eingesetzt, decken sie heute ein breites Spektrum der Refraktiven Chirurgie ab. Sowohl für junge, stark fehlsichtige Patienten, für die eine LASIK nicht mehr infrage kommt, wie auch für altersweitsichtige Patienten, die eine Lesebrille benötigen, sind Multifokallinsen mittlerweile die Alternative zu Brille und Kontaktlinsen.

Die neueste Generation, sogenannte Trifokallinsen, sind Kunstlinsen, welche die natürliche Linse ersetzen und sowohl den Fernbereich (ab 1m), als auch den Nah- (30-40cm) und Zwischenbereich (60-80cm) scharf auf der Netzhaut abbilden und so brillenfreies Sehen ermöglichen.

Die Operationsmethode, ein seit Jahrzehnten etabliertes und ausgereiftes Verfahren, wird ambulant durchgeführt, ist schmerzfrei und nachhaltig. Es basiert auf der seit Ende der 70er Jahre standardisierten Katarakt-OP (Grauer Star) und wurde weltweit etliche Millionen Mal praktiziert. Diese Operationsmethode ist mit ca. 600.000 Eingriffen pro Jahr die am häufigsten durchgeführte Operation in Deutschland überhaupt.

Bei dem ambulanten Eingriff wird unter örtlicher Betäubung über einen etwa 2,5 mm kleinen Hornhautschnitt die körpereigene Linse abgesaugt und die Multifokallinse in die Hülle der alten Linse eingesetzt. Der Eingriff dauert ca. 10 Minuten und führt rasch zu einer Erholung der Sehkraft.

Die Spezialoptik dieser Linsen erreicht ihre Funktion dadurch, dass auf der Hauptoptik ringförmige Absätze aufgebracht sind, die das Licht so brechen, dass mehrere Brennpunkte entstehen, die ein scharfes Sehen in alle Entfernungen ermöglichen.

Breites Einsatzspektrum: Selbst Patienten, die bereits vor Jahrzehnten eine erfolgreiche Laser-Operation durchführen ließen und nun unter einer Altersweitsichtigkeit leiden, können sich dieser Operation unbedenklich unterziehen, wobei allerdings eine modifizierte Berechnung der Linsenstärke erforderlich ist. Die aufwendige Herstellung der Linsen erlaubt inzwischen auch Speziallösungen, d.h. es gibt Multifokallinsen, die zusätzlich in bereits linsen- bzw. kataraktoperierte Augen (Add on-Linse) eingesetzt werden können oder aber auch extrem hohe Hornhautverkrümmungen bereits in der Linsenoptik (torische Multifokallinse) mit korrigieren.

In den Zentren des VSDAR kommt diese Methode immer häufiger zur Anwendung, vor allem bei Patienten mit bereits vorhandener Altersfehlsichtigkeit. Aber auch in Fällen, bei denen die Werte der Fehlsichtigkeit für eine Laserkorrektur zu hoch sind, ist die Anwendung von Multifokallinsen eine hervorragende Alternative.

mynewsdesk/wk

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