Smartphone-basiertes Ersthelfersystem rettet Leben! – ‚Mobile Retter‘ erreicht Finale der „Google Impact Challenge“

23 Feb
2016
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Mobile Retter Smart Phone App bei Herz-/Kreislaufstillstand • Bild: obs/Mobile Retter e.V./Stefan Prasse

Gütersloh – Der gemeinnützige Verein ‚Mobile Retter e.V.‘ hat es in das Finale der „Google Impact Challenge“ geschafft.

Aus mehr als 2.200 Einreichungen kam das Smartphone-basierte Ersthelfersystem in der Kategorie „Leuchtturm-Projekte“ unter die zehn besten Ideen. Bis zum 24. Februar entscheiden nun Bürger per Online-Voting über den Gesamtsieger des Förderwettbewerb für gemeinnützige Organisationen und Vereine in Deutschland.

Google sucht dabei nach Ideen, wie mit Hilfe digitaler Technologie oder anderer kreativer Ansätze die Arbeit der gemeinnützigen Organisationen verbessert werden kann. Die Gewinner erhalten Preisgelder und werden von Google und seinen Partnern beim Verwirklichen ihrer Ideen unterstützt. Das Erreichen des Finales bescherte den Mobilen Rettern bereits jetzt eine Fördersumme von 250.000,– Euro.

Abgestimmt werden kann unter: https://impactchallenge.withgoogle.com/deutschland

Über die Mobilen Retter

Der Verein ‚Mobile Retter‘ verwendet eine Software und eine Smartphone-App, die im wahrsten Sinne des Wortes Leben rettet. In Deutschland sterben jährlich 70.000 Menschen nach einer erfolglosen Reanimation. Grund dafür ist häufig, dass die Wiederbelebungsmaßnahmen zu spät eingeleitet werden (durchschnittlich 9 Minuten Eintreffzeit pro Rettungswagen, in ländlichen Gebieten bis zu 15 Minuten). Mit ihrem Zeitvorteil geben die Mobilen Retter dem Patienten nun die Chance zu überleben.

Wie funktioniert das?

Geht in der Rettungsleitstelle der Notruf „Herz-Kreislauf-Stillstand“ oder „bewusstlose Person“ ein, wird anhand der GPS-Daten des Smartphones ein sich zufällig in Einsatzortnähe befindlicher „Mobile Retter“ alarmiert. Mobile Retter sind Sanitäter, Ärzte, Feuerwehrmänner, Rettungsschwimmer, Arzthelferinnen, Krankenschwestern oder Pfleger, die sich zuvor registriert haben und nun über die Mobile Retter-App auf ihrem Smartphone für diese Notfalleinsätze alarmiert werden können. Im Falle der Alarmierung bestätigt der ‚Mobile Retter‘ seine Einsatzbereitschaft und wird per Smartphone-App an den Einsatzort navigiert.

Im Idealfall erreicht der ‚Mobile Retter‘ die lebensbedrohlich erkrankte Person durch seine räumliche Nähe zur Notfalladresse viel schneller als der Rettungswagen und kann bereits mit den lebenserhaltenden Sofortmaßnahmen beginnen. Denn es gilt die Regel „Time is Brain“ und die Überlebenschance des Patienten steigt durch einen schnelleren Beginn der medizinischen Behandlung drastisch!

Nach der erfolgreichen zweijährigen Pilot-Phase im Kreis Gütersloh und dem inzwischen zweiten Mobile Retter-Landkreis Germersheim (Rheinland-Pfalz) wird die Idee weiter vorangetrieben. Das Ziel ist es, das Mobile Retter-System flächendeckend in Deutschland zu implementieren, um jedes Jahr tausende Menschenleben zu retten.

ots/wk

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