Eines der bekanntesten Modeaccessoires stammt aus Kroatien: Am 18.10. wird der ‚Welttag der Krawatte‘ gefeiert

16 Okt
2015
Bild: Kroatische Zentrale für Tourismus

Bild: Kroatische Zentrale für Tourismus

Frankfurt am Main – Kroaten brachten die Krawatte in die Modewelt. Als kroatische Soldaten im 17. Jahrhundert an einer Parade für den französischen König Louis XIV teilnahmen, fanden ihre Krawatten bei König und Adel in Versailles große Beachtung – und wurden sofort als modisches Accessoire übernommen.

Seit dieser Zeit gewann die Krawatte immer mehr an Popularität und wurde zu einem weltbekannten Symbol für einen kultivierten Stil und Modebewusstsein. Bei einer Reise nach Kroatien sollte man sich nicht die Chance entgehen lassen, eine der berühmten handgefertigten kroatischen Krawatten zu kaufen.

Neben der Erfindung der Krawatte gibt es noch einige andere Beispiele aus dem Alltagsleben, die von Kroaten entwickelt wurden – wie zum Beispiel der Fallschirm oder der Tacho. Heute gibt es im ganzen Land viele Museen und Plätze, die den Erfindungen und Tüftlern des ganzen Landes gewidmet sind.

Der bekannteste Erfinder und Ingenieur ist Nikola Tesla, geboren 1856 in Smiljan, Lika-Senj, wo sich auch die berühmten Plitvice Seen befinden. Sein Lebenswerk umfasst beinahe 150 Patente – unter anderem die Erfindung des elektrischen AC-Motors aus dem Jahr 1882. Zu dieser Zeit war Kroatien Teil von Österreich-Ungarn … und Tesla begann seine akademische Laufbahn an der Königlichen Technischen Universität in Graz, Österreich. In der Innenstadt von Smiljan wurde zu seinen Ehren ein Museum in seinem Geburtshaus eingerichtet – dasNikola Tesla Memorial Centre‘. Weitere Erfindungen werden im Technischen Museum in Zagreb ausgestellt.

Ein weiterer bekannter Erfinder ist Faust Vrancic, in Sibenik geboren. Die Stadt ist vornehmlich für die Kathedrale St. James, ein UNESCO Weltkulturerbe sowie seine eindrucksvolle Festung rund um den Hafen bekannt. Aber auf der Insel Prvic kann man auch ein neues Museum zu Ehren von Faust Vrancic besuchen. Im 16. Jahrhundert, als Dalmatien noch Teil der Republik von Venezien war, wurden Städte wie Dubrovnik zu wichtigen Knotenpunkten für den Seehandel im Mittelmeerraum und der Universalgelehrte Vrancic wurde für die Erfindung des Fallschirms berühmt. Obwohl er ein Bischof war, interessierte er sich sehr für die Wissenschaft. Sein auf das Jahr 1615 datiertes Buch „Machinae Novae“ umfasst Zeichnungen von 56 verschiedenen Maschinen und Apparaten. Eine davon, “Der fliegende Mann”, zeigt ein Fallschirm-Konzept. Sein Fallschirm ist der erste, der aus segeltuchähnlichem Material besteht, genauso wie es auch bei modernen Versionen verwendet wird.

Eine weitere beachtenswerte Erfindung wurde von Ivan Lupis Vukic im 19. Jahrhundert entwickelt. Als Offizier der österreich-ungarischen Marine baute er den ersten Prototypen eines Torpedos mit Selbstantrieb. 1873 entstand daraufhin die erste Torpedo-Fabrik der Welt in Vukic’s Heimatstadt Rijeka. Die Region war Teil von Österreich-Ungarn und Rijeka wurde zu einer der wichtigsten Hafenstädte – besonders für ungarische Waren. Außer den Ruinen der Torpedo-Fabrik hat Rijeka ein reiches Erbe an römischer und mittelalterlicher Architektur – und bietet eine wunderschöne Altstadt mit mediterranem Flair.

Ein Auto ohne Tacho ist heute nicht mehr denkbar. Dieser wichtige Bestandteil jedes motorisierten Fahrzeugs wurde 1888 von Josip Belusic entwickelt. Sein Design des ersten elektrischen Tachos wurde unter dem Namen „Velocimeter“ patentiert und ein Jahr später der Öffentlichkeit präsentiert. Bevor es essentieller Bestandteil von Autos wurde, ermöglichte es eine bisher ungekannte Präzision bei der Geschwindigkeitsmessung von Zügen. Auch ist Belusic‘s Heimatregion Istrien für ihre malerische Landschaft, ihre köstlichen Spezialitäten – wie Wein und Trüffel – und für die Gastfreundschaft und Herzlichkeit ihrer Bevölkerung bekannt.

Mehr Informationen unter: http://croatia.hr

gw

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