Historischer „Berliner Meilenstein“ pünktlich zum 25-jährigen Jubiläum der Deutschen Einheit am Flughafen Frankfurt wieder öffentlich zugänglich

1 Okt
2015
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Luftbrückendenkmal an der Südseite des Frankfurter Flughafens • Bild: Arcturus / wk

Frankfurt am Main – Nach 45 Jahren wurde am vergangenen Freitag der historische „Berliner Meilenstein“ nach einer gründlichen Revitalisierung wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Ursprünglich wurde er im Jahr 1958 im Zuge der „Berliner Woche“ südlich des Frankfurter Kreuzes bei Kilometer 499,3 errichtet. Seinerzeit machte der Meilenstein auf die schwierige Lage des geteilten Berlin aufmerksam. Die feierliche Enthüllung des Steines im Jahr 1958 übernahmen die damaligen Bürgermeister Berlins, Willy Brandt, und Frankfurts, Werner Bockelmann.

1970 musste der Kilometerstein dem ersten großen Umbau des Frankfurter Kreuzes und der Erweiterung der A5 zu einer sechs-streifigen Autobahn weichen und erhielt einen Platz am Ortsrand von Nieder-Eschbach. Im April 2015 stufte das Hessische Landesamt für Denkmalschutz den Kilometerstein als Kulturdenkmal ein.

Als neuer Standort wurde das Luftbrückendenkmal an der Südseite des Frankfurter Flughafens, unweit der Cargo City Süd, ausgewählt … dieser ist öffentlich zugänglich und befindet sich nur einen Steinwurf von der ursprünglichen Position am Frankfurter Kreuz entfernt. Die Gedenkstätte erinnert bereits durch die „Hungerharke“ und zwei „Rosinenbombern“ an die Zeit des geteilten Berlins und bildet damit den passenden geschichtlichen Rahmen für den Berliner Kilometerstein.

Die Fraport AG hat den neuen Standort in einem raschen und unbürokratischen Verfahren zur Verfügung gestellt. „Wir haben nicht erwartet, dass es zum Schluss so schnell gehen würde“, meinen die Initiatoren, Michael Damm von der „Initiative Denkmalschutz für Berliner Meilensteine“ und Reiner Ruppmann, Verkehrshistoriker und wissenschaftlicher Redakteur der Internet-Plattform „Archiv für Autobahn- und Straßengeschichte“.

Ein besonderer Dank geht an die Sponsoren und Unterstützer des Vorhabens: „Ohne die unbürokratische und unkomplizierte Hilfe der Fraport AG, des Hessischen Ministerpräsidenten und der Straßen- und Autobahnmeisterei Frankfurt am Main wäre das Projekt nicht zu realisieren gewesen.“

Auch Fraport-Vorstand Michael Müller zeigt sich begeistert: „Wir freuen uns, dass mit dem Berliner Meilenstein ein wichtiger regionaler Teil der deutschen Geschichte wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden konnte. Er steht für den einzigartigen Einsatz, den zahlreiche Bürgerinnen und Bürger während der Berlin-Blockaden für Frieden und Freiheit aufgebracht haben. Mit dem neuen Standort am Luftbrückendenkmal konnten wir einen würdigen historischen Rahmen zur Verfügung stellen.“  –  www.fraport.de

gw

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