Vorsichtsmaßnahmen für extreme Wetterereignisse und Gefährdung der Lebensgrundlagen

25 Aug
2015

Der Klimawandel mit seinen weitreichenden Folgen ist zu einer der größten Herausforderungen der Menschheit geworden. Traurigerweise sind Entwicklungs- und Schwellenländer von den Folgen des Klimawandels am härtesten betroffen.

Im Rahmen der deutschen G-7-Präsidentschaft will das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium (BMUB) dazu beitragen, Impulse für die entscheidende Phase der internationalen Klimaverhandlungen zu setzen, was durch greifbare Aktionen geschehen soll.

Eine Maßnahme dafür bildet die Initiative zu Klimarisiko-Versicherungen, die das BMZ zurzeit erarbeitet … so werden bereits 90 Prozent der globalen Klimamittel der Bundesregierung vom BMZ umgesetzt. Wichtige Vereinbarungen zum Stopp des Klimawandels enthält die Gipfelerklärung auch bei der Förderung von erneuerbaren Energien in Afrika. „Wir machen die Energiewende in Afrika möglich. Die G7 investieren in eine erneuerbare Energiekapazität, die zehn großen Kohlekraftwerken entsprechen würde“, so Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Außerdem stehe mit demGreen Climate Fund erstmals ein innovativer Fonds zum Beispiel für Aufforstungsprogramme des tropischen Regenwalds zur Verfügung. Für die vom Klimawandel am stärksten betroffenen Entwicklungsländer stellen die G7 zusätzliche Mittel für eine schnelle Hilfe bei Flutschäden oder Ernteausfällen zur Verfügung.

Schäden durch Dürren, Wirbelstürme, Überschwemmungen oder andere extreme Wetterereignisse lassen sich auch durch gute Präventionsmaßnahmen nicht vollständig verhindern. Zu einem umfassenden Klimarisiko-Management gehört daher auch die Entwicklung von Versicherungen, die solche Schäden ausgleichen. Derartige Klimarisiko-Versicherungen für arme und vom Klimawandel besonders bedrohte Menschen in Entwicklungsländern sind ein wichtiger Beitrag Deutschlands und der G7 zu einem zukünftigen Klima-Abkommen.

In Entwicklungs- und Schwellenländern sind nach aktuellen Schätzungen bisher nur etwa 100 Millionen arme Menschen gegen klimabedingte Risiken versichert. Die G7-Initiative Klimarisiko-Versicherung hat das Ziel, bis 2020 weitere 400 Millionen Menschen gegen Klimarisiken abzusichern.
Direkte Versicherungen sollen Betroffene zum Beispiel gegen Ernteausfälle oder Schäden an ihren Häusern – und über indirekte Versicherungen sollen sich Staaten gegen Klimarisiken absichern, damit sie im Katastrophenfall schnell den Zugriff auf finanzielle Mittel haben, um die Bevölkerung beim Wiederaufbau zu unterstützen.

Die Klimaversicherungsmodelle sollen in nationale oder regionale Strategien zum Klimarisiko-Management eingebettet werden. Eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg der G7-Initiative ist, in den betroffenen Ländern günstige institutionelle und regulatorische Rahmenbedingungen für die Versicherungsmärkte zu schaffen. Dadurch sollen auch Anreize für private Investitionen im Versicherungssektor entstehen.

Zur Gruppe der 7 (G7), vormals G8, gehören Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die Vereinigten Staaten von Amerika; außerdem ist die Europäische Union vertreten. Die G8 umfasste die genannten Länder der G7 und zusätzlich Russland.

gw

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