Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst unterstützt UNESCO-Welterbe „Grube Messel“ mit 242.000 Euro

21 Aug
2015
Bild: Grube Messel

Fossilien bestaunen im Besucherzentrum • Bild: Grube Messel

Wiesbaden/MesselWissenschafts- und Kunstminister Boris Rhein besuchte während seiner Sommerreise die ‚Grube Messel‘ und schaute dabei auch Mitarbeitern der ‚Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung‘ bei ihren Ausgrabungen über die Schulter.

Der stillgelegte Ölschiefer-Tagebau im Landkreis Darmstadt-Dieburg birgt einen einzigartigen Schatz an versteinerten Lebewesen. Die UNESCO nahm die Fossillagerstätte 1995 als erstes deutsches Weltnaturerbe in ihre Liste auf. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst unterstützt die Welterbe ‚Grube Messel‘ gGmbH in diesem Jahr mit rund 242.000 Euro.

Wissenschaftsminister Boris Rhein: Die Grube Messel erlaubt uns einen faszinierenden Blick in die Geschichte des Lebens. Zu den spektakulärsten Fossilfunden gehören die Überreste von mehr als siebzig Urpferden sowie ein Sensationsfund, der internationales Aufsehen erregte: Das vollständige Skelett eines Primaten, das das fehlende Bindeglied in der Evolution vom Menschen zum Affen darstellt. Zugleich verpflichtet dieses Erbe, denn es muss präsentiert, gepflegt und bewahrt werden. Die Grube Messel gGmbH übernimmt diese Aufgabe: Sie betreibt unter anderem das Besucherzentrum und arbeitet mit nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen zusammen.“

Die Grube Messel war vor etwa 47 Millionen Jahren ein Maarkratersee. Im Laufe der Zeit entstand dort Ölschiefer, der Pflanzen und Tiere außergewöhnlich gut konservierte. Regelmäßig finden Wissenschaftler bei Grabungen neue Fossilien. Diese dienen ausnahmslos der paläontologischen Forschung. Der Großteil der Funde befindet sich in den Sammlungen des Forschungsinstituts Senckenberg in Frankfurt am Main, im Landesmuseum Darmstadt sowie im Fossilien- und Heimatmuseum Messel.

„Aus der Entwicklung der Grube Messel vom Ölschiefer-Tagebau zum Weltnaturerbe sind Lehren zu ziehen: Das Erbe unserer Natur und unserer Kultur lässt sich nur bewahren, wenn wir es öffentlich machen und sich engagierte Bürger dafür einsetzen. Diesen Einsatz unterstützt die hessische Landesregierung gern“, betont der Minister.

Bis November läuft im Besucherzentrum der Grube Messel eine neue Sonderausstellung mit Exponaten des Hessischen Landesmuseums. Unter dem Titel „Aus dem Magazin ins Rampenlicht“ können die Besucher dort Fossilien bestaunen, die – außer den Wissenschaftlern – noch niemand zu Gesicht bekommen hat.

Weitere Informationen zur Ausstellung und Besuchszeiten gibt es online auf: www.grube-messel.de

gw

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