Til Schweiger zum Thema Flüchtlinge: „Da verschiebt sich was in unserer Gesellschaft … „

3 Aug
2015

Bild: By ROMY_2012_47_Til_Schweiger_und_Svenja_Holtmann.jpg: Manfred Werner (Tsui) derivative work: Sitacuisses [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Bild: By ROMY_2012_47_Til_Schweiger_und_Svenja_Holtmann.jpg: Manfred Werner (Tsui) derivative work: Sitacuisses [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Hamburg – Til Schweiger exklusiv im ’stern‘ zum Thema Flüchtlinge: „Das Sommermärchen ist vorbei!“ Unterstützung bekam der beliebte Schauspieler und Filmemacher nach einem Solidaritätsaufruf für Flüchtlinge … jedoch ist ihm aber auch blanker Hass entgegengeschlagen.

„Da verschiebt sich was in unserer Gesellschaft“, sagt Til Schweiger und das zeigt sich eben auch im Umgang mit Flüchtlingen. Wir haben jetzt schon mehr Anschläge auf Flüchtlingsheime als im vergangenen Jahr. Das Sommermärchen ist vorbei.“

Zugleich habe ihn die Unterstützung glücklich gemacht: „Die Organisatoren vom ‚Hamburger Abendblatt‘ hatten gehofft, zwei LKW mit Hilfsgütern füllen zu können. Es wurden zwölf, es war eine überwältigende Aktion.

Er halte sich nicht für einen Fachmann in Flüchtlingsfragen und wisse auch nicht, wie das Problem zu lösen sei, aber er wünsche sich mehr Empathie von den Deutschen: „Diese Menschen haben das Schlimmste erlebt, Tod, Vertreibung und Vergewaltigung. Sie kommen mit nur einem Hemdchen her und sitzen bei uns nur rum, warten von einem Essen zum anderen, weil sie sonst nichts zu tun haben oder nichts zu tun haben dürfen. Und draußen tobt der Mob, der will sie anzünden.“

Zu seinem Telefonat mit Vizekanzler Sigmar Gabriel sagte Schweiger, dass dem Gespräch Taten folgen sollen. Er wolle mit dem Politiker Flüchtlingsheime besuchen und sich weiterhin engagieren. Er wolle, „dass Flüchtlinge bei uns menschenwürdig empfangen und versorgt werden“.

Früher habe er eher süße Katzenvideos gepostet, „aber ich habe mittlerweile zu viele Bilder gesehen von Flucht und Vertreibung, schlimme Bilder. Ich weiß ungefähr, was los ist in der Welt. Und ich kann und werde nicht mehr wegschauen.“

ots/wk

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