Mehr Zeit „gewinnen“ durch „Intelligentes Zeitmanagement“

7 Jul
2015

Zeitdiebe(mynewsdesk) Den Zeitdieben auf der Spur: Mehrere Umfragen haben ergeben, dass die Hälfte der Fach- und Führungskräfte in Deutschland wöchentlich 60 Stunden und mehr arbeiten.

Viele von ihnen können gar nicht mehr anders. Sie haben Termindruck und Überstunden inzwischen zu einem regelrechten Statussymbol kultiviert, wobei die Familie und die eigene Gesundheit immer mehr vernachlässigt werden.

Tempo als Wettbewerbsfaktor
Eilige Aufträge, spontane Meetings und unerwartete Anrufe – Die tägliche Arbeitsbelastung in unserer High Speed Gesellschaft mit ihrer immensen Informationsflut nimmt zu. Volle E-Mail-Postfächer, Multitasking und ständige Erreichbarkeit – Viele Berufstätige sind der Meinung, alles immer sofort erledigen zu müssen. Ständige Hektik führt jedoch unweigerlich zu einer Überforderung, die schrittweise zu einem Dauerzustand wird. Die Folgen sind oftmals seelische Krankheiten, wie Depressionen oder Burn-out.

Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden
Intelligentes Zeitmanagement beginnt mit dem sorgfältigen Abwägen und Auswählen der anstehenden Aufgaben. Obwohl die Leistungsdichte immer mehr zunimmt, würde in zahlreichen Situationen mehr Gelassenheit dazu beitragen, der allgemeinen Hektik des Arbeitsalltages zu entgehen. Natürlich fällt es schwer, ständig eingehende E-Mails oder das Telefon zu ignorieren. Allerdings ist nur derjenige in der Lage effizient zu arbeiten, der sich nicht ablenken lässt.

Selbst der wachsenden Anzahl an Terminen können Führungskräfte entgegenwirken, indem sie beispielsweise darauf drängen, dass Meetings richtig vorbereitet oder zeitaufwendige Dienstfahrten durch Videokonferenzen ersetzt werden. Um Störungen in Grenzen zu halten, lassen sich statt unverhoffter Vertreterbesuche feste Besprechungstermine einrichten. Das alles bedeutet natürlich viel Selbstdisziplin. Jeder muss lernen, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden, Prioritäten zu setzen – und sich letztendlich auch daran halten. Wem das gelingt, wird belohnt: Er fühlt sich nicht mehr nur als fremdbestimmter Akteur, sondern als Herr über die ihm zur Verfügung stehenden Zeit, ist weniger gehetzt und sicherer bei der Erledigung wichtiger Aufgaben.

5 Topp-Tipps:

  1. Prioritäten setzen, das Wichtigste zuerst erledigen.
  2. Arbeitsziele möglichst genau definieren.
  3. Unangenehme Aufgaben nicht aufschieben, sondern konsequent zu Ende bringen.
  4. Die persönliche Leistungskurve berücksichtigen, Pausen einlegen.
  5. Geeignete Maßnahmen ergreifen, um Störungen zu vermeiden.

Zeitmanagement muss zur Persönlichkeitsstruktur passen
Jeder Mensch ist anders, hat eigene Talente, Schwächen und Stärken. Deshalb gibt es auch kein allgemeingültiges Zeitmanagementsystem. Eingefahrene Gewohnheiten gilt es aufzubrechen, Arbeitsweisen zu ändern. Letztlich ist es der Zweck des Zeitmanagements, mehr Zeit zu haben. Durch eine systematische Vorgehensweise lässt sich oft tatsächlich erstaunlich viel Zeit „gewinnen“. Nun gilt es zu überlegen, wozu diese genutzt werden soll: Für andere Arbeit, für mehr Arbeit oder zum persönlichen Ausgleich.

wk

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