11. Seniorentag vom 02.-04. Juli 2015 in Frankfurt: Manuela Schwesig und Peter Feldmann besuchen Netzwerkprojekt „Aktiv bis 100“

3 Jul
2015
Als Ehrengäste nahm auch Shivadas Pattanath und seine Ehefrau Sabita an der Eröffnungsfeier (Hier mit Franz Müntefering und dem Fraunkfurter OB

Als Ehrengäste nahmen auch unsere treuen Leser Shivadas Pattanath (li.) und Ehefrau Sabita (hier mit Franz Müntefering, 2.v.li., und Dr. Guido Klumpp, re.) an der Eröffnungsfeier teil. Der Inder Shivadas Pattanath gilt als Musterbeispiel für Integration … für sein vielfältiges soziales Engagement wurde er bereits mit dem Bundesverdienstkreuz, dem Ehrenbrief des Landes Hessen und weiteren Ehrungen ausgezeichnet.

Bundeskanzlerin Angela Merkel kam zur Eröffnung. Rund 90 Veranstaltungen und eine Messe stehen auf dem Programm. Motto: „Gemeinsam in die Zukunft“.

Frankfurt am Main Noch bis zum 04. Juli 2015 stehen die älteren Bürger Frankfurts im Mittelpunkt. Die Stadt ist Gastgeber des von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisation (BAGSO) organisierten 11. Seniorentags … 20.000 Gäste aus Nah und Fern werden erwartet!

Oberbürgermeister Peter Feldmann stellt die Älteren das ganze Jahr über in den Fokus seiner Arbeit – 2015 ist sein Jahr der Senioren. „Das Alter gehört in diese Stadt. Wir alle können von der Erfahrung älterer Bürger profitieren“, sagt Feldmann: „Sie sollen sich aktiv am Leben beteiligen und sich einmischen können.“

Der Deutsche Turnerbund initiierte im Jahr 2010 das Projekt „Mehr Bewegung für hochbetagte Menschen – Aktiv bis 100“, das seitdem in Frankfurt feste Wurzeln geschlagen hat. Ziel ist es, ältere Menschen zu sportlicher Bewegung zu motivieren. Dabei geht es nicht um Leistung, sondern um Kräftigung der Muskulatur und Training von Gleichgewichtssinn und Koordination. Auch Senioren im Rollstuhl und Nutzer von Rollatoren können teilnehmen. Sportvereine und Senioreneinrichtungen arbeiten bei „Aktiv bis 100“ in Frankfurt unter Koordination des Turngaus Frankfurt eng zusammen.

„Hier geht es nicht um Jugendwahn, sondern um Erhaltung von Gesundheit, damit Menschen im Alter lange selbstständig bleiben können. Das ist der richtige Ansatz, weil sich das Programm an den Potenzialen von Senioren orientiert, nicht an Defiziten. Das ist ein Beitrag zu einem realistischen Altersbild“, sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann, der gemeinsam mit Bundesministerin Manuela Schwesig eine Übungsstunde von „Aktiv bis 100“ im Lebenshaus der Caritas in der Frankfurter Innenstadt besuchte.

„Die meisten Menschen wünschen sich, auch im hohen Alter selbstbestimmt zu leben und an der Gesellschaft teilhaben zu können. Regelmäßige sportliche Bewegung unterstützt ältere Menschen dabei, aktiv zu bleiben und somit selbstständig leben zu können. Projekte wie ‚Aktiv bis 100‘ bieten aber auch die Chance, untereinander Kontakte zu knüpfen und neue Erfahrungen zu sammeln“, betonte Ministerin Manuela Schwesig.

„Das Motto des Seniorentags ‚Gemeinsam in die Zukunft‘ ist klug gewählt. Wer heute 60 oder 65 Jahre wird, hat eine Zukunft vor sich, die er individuell gestalten kann. Der demografische Wandel ist keine Bedrohung, vielmehr ist eine Gesellschaft des längeren Lebens eine Chance, die es zu nutzen gilt“, so Feldmann ein.

„Jede und jeder wird anders alt, und es hängt auch ein bisschen von uns selbst ab, wie wir alt werden und unsere Zukunft gestalten. Aktives Alter bedeutet nicht, Höchstleistungen zu bringen. Wir müssen aber das aktive Alter so denken, dass alle älteren Menschen es leben können. Denn gut alt zu werden heißt auch, sich bei Unterstützungsbedarf und Pflegebedürftigkeit auf die Solidarität der Gesellschaft verlassen zu können“, sagte die Ministerin bei ihrem Grußwort im Frankfurter Kaisersaal.

pia/gw

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