Jetzt sind wieder überall ihre schrillen Schreie zu hören: Die Mauersegler kommen zurück … und benötigen Nisthilfen!

18 Mai
2015

Jungvogel des Mauerseglers • Bild: By Klaus Roggel, Berlin (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Jungvogel des Mauerseglers • Bild: By Klaus Roggel, Berlin (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Berlin – Jedes Jahr pünktlich Mitte April erreicht die Vorhut der schnittigen Flieger Deutschland und ab Anfang Mai sind wieder überall ihre schrillen Schreie zu hören.

Inzwischen liegen beim NABU-Naturgucker und bei Ornitho.de bereits Sichtungen aus weiten Teilen des Bundesgebietes vor, wobei die Beobachtungsdichte im Norden und Südosten noch gering ist. Auch handelt es sich lediglich um die Vorhut, der große Ansturm folgt noch in den nächsten Tagen. Dementsprechend ist jetzt auch noch Gelegenheit, den Gebäudebrütern zusätzliche Nistmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Gerne suchen die Mauersegler zum „Auftanken“ fluginsektenreiche Wasserflächen auf. Von dort stammen dann auch die meisten frühen Nachweise. Mauersegler sind Weitstreckenzieher, die südlich der Sahara überwintern und im Frühling zum Brüten nach Norden ziehen. Der Wegzug beginnt dann bereits ab Mitte Juli, hauptsächlich aber Anfang August. Hauptzugzeit ist bis Ende August. Vereinzelte ziehende Mauersegler aus dem Norden werden noch bis Mitte September, in Ausnahmefällen auch später beobachtet.

Bei der letztjährigen „Stunde der Gartenvögel“ belegte der Mauersegler mit bundesweit 31.000 gemeldeten Exemplaren den neunten Platz; in manchen Großstädten war er sogar die am häufigsten beobachtete Art. Dennoch gehört der Mauersegler zu den Sorgenkindern der heimischen Vogelwelt. „Wie bei der Mehlschwalbe sind die Mauersegler-Meldungen seit dem Start der Stunde der Gartenvögel vor zehn Jahren um über 40 Prozent zurückgegangen“, erläutert NABU-Experte Lars Lachmann.

Grund dafür sind fehlende Nistmöglichkeiten an modernen oder sanierten Gebäuden, ein Rückgang von Fluginsekten als Nahrung und die Auswirkungen des Klimawandels auf die komplexen Wanderungen dieser Arten nach Afrika und zurück. Dem Mauersegler könnte man durch sinnvolle Planung von Renovierungsarbeiten und Neubauten sowie durch den Einbau von Nistmöglichkeiten oder das Anbringen von Nisthilfen vergleichsweise einfach helfen. – www.nabu.de  –  www.ornitho.de

gw

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