Hessen unterstützt junge Unternehmen: „Mikrodarlehen helfen, wo Banken abwinken“, so Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir

27 Apr
2015

Mikrodarlehen-produktbroschuere-1 KopieWiesbaden / Frankfurt am Main – Das Land Hessen weitet das Programm für Kleinstkredite (Mikrodarlehen) aus … und verstärkt Förderung für Start-ups und Entrepreneurs.

„Die Landesregierung unterstützt kleine Unternehmen sowie Gründerinnen und Gründer mit maßgeschneiderten Förderangeboten. Gerade bei Kleinstkrediten tut sich eine Lücke auf, weil Banken und Sparkassen die Bearbeitung zu teuer ist“, betont Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir auf der Bilanzpressekonferenz der Wirtschafts- und Infrastrukturbank (WIBank) in Frankfurt: „Wir sehen das an der großen Nachfrage nach solchen Darlehen. Deshalb wird das Programm nun erweitert“.

Im vergangenen Jahr seien 59 Anträge mit einem Volumen von rund 750.000 Euro bewilligt worden. Dadurch wurden Gesamtinvestitionen von einer knappen Million Euro ausgelöst. „Wir unterstützen mit den Mikrodarlehen gerade auch Start-ups, die mit neuen, manchmal auch ungewöhnlichen Geschäftsideen den Schritt in den Markt wagen“, so Al-Wazir. Die geförderten Unternehmen reichten vom Internetsender über einen Reparaturbetrieb für Landmaschinen und Kleingeräte bis zu einem Fahrradhändler und einem Onlinevertrieb für E-Bike-Akkus.

„Auch die ersten Zahlen aus 2015 zeigen, dass wir hier ein sehr begehrtes Förderprodukt anbieten“, so Al-Wazir. Bislang seien 18 Anträge mit einem Volumen in Höhe von gut 250.000 Euro bewilligt worden. „Sie sehen: Hessen nimmt Geld in die Hand, um Gründerinnen und Gründer und junge Unternehmen bestmöglich zu fördern“.

Kleine Unternehmen haben in der Gründungsphase häufig Schwierigkeiten, Kredite von Banken und Sparkassen zu erhalten. Viele Kreditinstitute scheuen den Aufwand, Geschäftsideen und Ausfallrisiken junger Unternehmen zu bewerten, die beispielsweise noch keine Kredithistorie vorweisen können, die eine verlässliche Einschätzung ihrer Kreditwürdigkeit zulässt. Dies kann unter anderem in Risikoaufschlägen beim Zins oder hohen Anforderungen an Sicherheiten resultieren. Aus dem Grund scheitern Kreditverhandlungen von Firmen mit weniger als fünf Beschäftigten strukturell bedingt fünfmal häufiger als bei größeren Mittelständlern mit 50 und mehr Beschäftigten.

„Hier greift unser Programm ‚Hessen-Mikrodarlehen‘, das Gründern die Aufnahme von Kleinkrediten zwischen 3.000,– und 15.000,– Euro ermöglicht“, so Al-Wazir. Das vergangene Jahr habe gezeigt, dass die beantragte Darlehenssumme sich überwiegend am oberen Ende des bisher Möglichen bewege: „Daher werden wir zum 01. Juli 2015 den maximalen Förderhöchstbetrag von 15.000,– auf 25.000,– Euro erhöhen“.

Die WIBank arbeitet bei dem Programm eng mit hessischen Institutionen zusammen, die in der Region der Förderung von Existenzgründern und jungen Unternehmen besonders verpflichtet sind.  Dazu zählen insbesondere die Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern und die regionalen Wirtschaftsförderer.  –  www.wirtschaft.hessen.de

Seit über 60 Jahren wird in Hessen erfolgreiche Förderpolitik betrieben. Unabhängig, ob die Investitionen im Bereich der Wirtschaft, des Wohnungsbaus, der Infrastruktur oder der Bildung liegen; als Förderbank des Landes ist die WIBank als Dienstleister und Partner der hessischen Landesregierung in vielen Bereichen aktiv. Sie bündelt nahezu das gesamte öffentliche Fördergeschäft und bietet darüber hinaus eigene Förderprogramme an. Außerdem ist sie mit strukturpolitischen Aufgaben betraut – ein einzigartiges Aufgabenspektrum in der Landschaft der deutschen Förderbanken. –  www.wibank.de

gw

Ihre Meinung ist uns wichtig

oben