Frankfurter Erstaufführung: „Die ägyptische Helena“ von Richard Strauss in der OPER FRANKFURT

13 Apr
2015
Tamara Wilson(Sopran / Titelpartie; Bildnachweis: Agentur

Tamara Wilson (Sopran) / Titelpartie; Bildnachweis: Agentur

Frankfurt am Main – Am 01. und 04. Mai in der OPER FRANKFURT: „Die ägyptische Helena“ von Richard Strauss in Form zweier konzertanter Vorstellungen als Frankfurter Erstaufführung (Musikalische Leitung: Stefan Soltesz; Chor: Tilman Michael) mit Tamara Wilson in der Titelpartie, Andreas Schager als Menelas und Brenda Rae als Aithra.

‚Die ägyptische Helena‘ von Richard Strauss (1864-1949) existiert in unterschiedlichen Versionen. Die erste Fassung, die der konzertanten Frankfurter Erstaufführung zu Grunde liegt, wurde 1928 in Dresden uraufgeführt. Das Libretto stammt von Straussʼ kongenialem Textdichter Hugo von Hofmannsthal, der dem Komponisten den antiken Stoff schon früh als mögliche Grundlage für eine Oper nahelegte. Wie bereits bei den vorangegangenen gemeinsamen Arbeiten, verzögerten Unstimmigkeiten mit dem Komponisten die Fertigstellung des Librettos, doch letztlich waren beide davon überzeugt, eines ihrer bedeutendsten Werke erschaffen zu haben.

Zum Inhalt:

Die Zauberin Aithra erfährt durch die alleswissende Muschel vom Mordversuch Menelasʼ an seiner Frau Helena und greift in das Geschehen ein, um Helenas Tod zu verhindern. Zu deren Schutz gibt Aithra Menelas einen die Erinnerung tilgenden Zaubertrank und lässt ihn glauben, dass Helena ihn nicht mit Paris betrogen habe. Als die Wirkung nachlässt, weiß Menelas nicht mehr, was Wahn und was Realität ist. Seine Rachegelüste flammen wieder auf. Erst der Anblick seiner Tochter Hermione versöhnt ihn, so dass die Familie glücklich nach Sparta zurückkehren kann.

Die musikalische Leitung liegt bei Stefan Soltesz, der für diese Produktion nach langer Abwesenheit an die Oper Frankfurt zurückkehrt. Der österreichische Dirigent ungarischer Herkunft war von 1997 bis 2013 GMD der Essener Philharmoniker und Intendant des Essener Aalto-Theaters, wo er das Werk bereits dirigierte. Regelmäßig gastiert er an den bedeutendsten Bühnen der Welt.

Brenda Rae (Sopran / Aithra; Bildnachweis: Kirstin Hoebermann)

Brenda Rae (Sopran) / Aithra; Bildnachweis: Kirstin Hoebermann)

Die amerikanische Sopranistin Tamara Wilson (Helena) gab in Frankfurt bereits 2010/11 als Ada in Wagners Die Feen (konzertant) ihr erfolgreiches Deutschland-Debüt und beeindruckte hier 2014 als Kaiserin in Straussʼ „Die Frau ohne Schatten“. Inzwischen erregte sie auch an der New Yorker Met mit ihrem fulminanten Debüt als Verdis Aida Aufmerksamkeit. Zu ihren Aufgaben 2014/15 gehört zudem Bellinis Norma in Barcelona. Der Tenor Andreas Schager (Menelas) gilt als große Hoffnung für das Wagner-Repertoire. Neben seinem Hausdebüt in Frankfurt sind Auftritte als Parsifal im Frühjahr 2016 an der Berliner Staatsoper unter Daniel Barenboim sowie 2017/18 in Bayreuth geplant.

Der englische Bariton Simon Neal (Altair), bis 2011 Ensemblemitglied am Theater Dortmund, gastiert regelmäßig an der Oper Frankfurt, zuletzt 2013/14 als Enescus Oedipe sowie als Kurwenal (Wagners Tristan und Isolde) und Sebastiano (d’Alberts Tiefland). Okka von der Damerau (Die alleswissende Muschel) ist Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper in München und singt erstmals in Frankfurt.

Angeführt von Brenda Rae (Aithra), die hier erst kürzlich einen sensationellen Erfolg in der Titelpartie von Bellinis La sonnambula verbuchen konnte, sind alle weiteren Partien mit Mitgliedern des Ensembles und des Opernstudios der Oper Frankfurt besetzt.

Vorstellungen: Freitag, 01. Mai (Maifeiertag), und Montag, 04. Mai, jeweils um 19:00 Uhr in der OPER FRANKFURT.
Preise: € 15 bis 115 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf) – Karten sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen, im telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 oder online unter  www.oper-frankfurt.de  erhältlich.

gw

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