Indiens ‚Wassermann“ Rajendra Singh gewinnt den ‚Stockholmer Wasserpreis 2015‘!

21 Mrz
2015
Bild: Tarun Bharat Sangh

Rajendra Singh • Bild: Tarun Bharat Sangh

Stockholm (ots/PRNewswire) Der Inder Rajendra Singh wurde für seine richtungsweisenden Beiträge zur Wiederherstellung der dörflichen Wasserversorgungssysteme – und damit zur Verbesserung der Wassersicherheit – sowie für seinen aussergewöhnlichen Mut und seine Entschlossenheit, die Lebensbedingungen der Ärmsten der Armen Indiens zu verbessern, zum Gewinner des ‚Stockholmer Wasserpreises 2015‘ ernannt.

Rajendra Singh, 1959 geboren, lebt und arbeitet im indischen Bundesstaat Rajasthan. Die Ergebnisse seiner Arbeit sind beispiellos: In enger Zusammenarbeit mit der Lokalbevölkerung haben er und seine Organisation viele Flüsse renaturiert sowie traditionelle Wassermanagementsysteme wieder hergestellt … und damit Wasser und Leben in tausend Dörfer zurückgebracht und unzähligen Menschen Hoffnung gegeben.

Als er über seine Auszeichnung informiert wurde, sagte er: „Das ist eine sehr frohe Nachricht, die uns Mut gibt und inspiriert. Durch die Wiederbelebung und Anwendung traditionellem indischen Wissens über das Sammeln und Verwalten von Regenwasser konnten wir mittellose, verarmte und aussterbende Dörfer und Gegenden wieder wohlhabend und lebensfähig machen.“

Das Stockholmer Wasserpreiskomitee bemerkte, dass „die Wasserprobleme der heutigen Welt nicht allein durch Wissenschaft oder Technologie gelöst werden können. Das Lebenswerk von Rajendra Singh zeichnet sich aus durch den Aufbau sozialer Kompetenz, lokale Wasserprobleme durch tatkräftige Beteiligung zu lösen, Frauen Mut zu geben und traditionelles Wissen mit modernen wissenschaftlichen und technischen Ansätzen zu verbinden“.

„Herr Singh ist ein Leuchtfeuer der Hoffnung“, sagt Torgny Holmgren, Executive Director von SIWI (www.siwi.org): „Er hat buchstäblich ganze Dörfer wieder zum Leben erweckt. Wir müssen uns die Lehre und Taten von ihm zu Herzen nehmen, wenn wir Zeit unseres Lebens eine nachhaltige Wasserwirtschaft erreichen wollen“.

Die von Rajendra Singh verwendeten Methoden beruhen auf der Modernisierung traditioneller indischer Wasserspeicherung: Monsunregenwasser wird für kargere Zeiten gespeichert. Diese Methoden waren unter der britischen Kolonialherrschaft ausser Gebrauch geraten, haben aber jetzt Wasser in den trockensten Staat Indiens zurückgebracht.

Der Klimawandel verändert die Wettermuster auf der ganzen Welt. Dürren und Überschwemmungen werden immer häufiger und intensiver. Lernen, wie man Regenwasser sammelt und verwaltet, wird sich in den meisten Teilen der Welt zu einer notwendigen Fertigkeit entwickeln. „Unsere Arbeit weist einen weltweit gangbaren Weg zur Lösung der Probleme durch Überschwemmungen und Dürren auf“, sagt Rajendra Singh und fügt hinzu, dass sich die Auswirkungen lokal, national, international und vor allem in den Dörfern einstellen.

Seine Majestät König Carl XVI Gustaf von Schweden, Schirmherr des ‚Stockholmer Wasserpreises‘, wird den Preis am 26. August im Rahmen einer königlichen Preisverleihungszeremonie während der ‚Weltwasserwoche 2015‘ in Stockholm an Rajendra Singh überreichen.

wk

2 Kommentare zu Indiens ‚Wassermann“ Rajendra Singh gewinnt den ‚Stockholmer Wasserpreis 2015‘!

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Ursula Schneider

April 2nd, 2015 at 14:42

Endlich einmal ein Anti-Katastrophen-Magazin !Besonders der Beitrag über Mr. Singh – den Gewinner des Stockholmer Wasserpreises – finde ich wunderbar und motivierend. Gottes Segen für ihr weiteres Tun, liebe Frau Warnecke !

Liebe Grüße von
U. Schneider

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» Endlich einmal ein “Anti-Katastrophen-Magazin”! … Die Welt hat lange auf so etwas gewartet! positiv-magazin

April 5th, 2015 at 13:01

[…] die Verleihung des Wasserpreises an Mr. Singh hat mich gefreut, gibt sie doch vielen Menschen das, was wir am Nötigsten brauchen: Wasser – und […]

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