„Hundert Menschen schärfen ihren Säbel, Tausende ihre Messer, aber Zehntausende lassen ihren Verstand ungeschärft, weil sie ihn nicht üben“ …

2 Feb
2015

Bild: By Albert Anker, upload by Adrian Michael (Zentralbibliothek Zürich) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Johann Heinrich Pestalozzi – Bild: By Albert Anker, upload by Adrian Michael (Zentralbibliothek Zürich) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

… diese Weisheit stammt von Johann Heinrich Pestalozzi (*12.01.1746, Zürich / †17.02.1827, Brugg), Schweizer Pädagoge. Auch machte er sich als Philanthrop, Schul- und Sozialreformer, Philosoph sowie Politiker einen Namen.

Sein Ziel war es, „den Menschen zu stärken“ und ihn dahin zu bringen, „sich selbst helfen zu können“. Besonderes Augenmerk richtete Pestalozzi auf die Elementarbildung der Kinder, die schon vor der Schule in der Familie beginnen sollte. Dabei kam es ihm darauf an, die intellektuellen, sittlich-religiösen und handwerklichen Kräfte der Kinder allseitig und harmonisch zu fördern.

Heute würde man sagen, Pestalozzi vertrat einen ganzheitlichen Ansatz. Seine pädagogischen Ideen, die er 1801 in seinem Buch „Wie Gertrud ihre Kinder lehrt“ erstmals systematisch darlegte, setzte er ansatzweise schon in seiner frühen Armenanstalt auf dem Neuhof (1774-1780) um, spezifischer dann im Waisenhaus in Stans (1799) und systematisch in seinen Instituten in Burgdorf (1800 – 1804) und Yverdon (1804 – 1825). Der Inhalt seiner zahlreichen politischen und pädagogischen Schriften – die heute teilweise altertümlich und pathetisch klingen – ist jedoch nach wie vor aktuell.

Viele seiner Grundideen findet man in der modernen Pädagogik wieder. Das Kinderdorf Pestalozzi in Trogen in der Schweiz wurde nach ihm benannt, da die Grundsteinlegung im Jahr 1946 war, dem Jahr des 200. Geburtstages Johann Heinrich Pestalozzis. Eine Einrichtung in Stockach-Wahlwies in Deutschland wurde ebenfalls nach ihm benannt.

-/gw

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