‚ZDFzoom‘-Doku „Haiti – Hilfe, Hoffnung, Wut“ hinterfragt am 28. Januar, 22:45 Uhr

27 Jan
2015
Die ZDFzoom-Reporter Ulf Röller und Steffanie Riess mit ihrem Team auf einem Markt mitten in Port-au-Prince.  -  Bild: obs/ZDF/ZDF / Uwe Dörgeloh

Die ZDFzoom-Reporter Ulf Röller und Steffanie Riess mit ihrem Team auf einem Markt mitten in Port-au-Prince. – Bild: obs/ZDF/ZDF / Uwe Dörgeloh

Mainz (ots)Nach Einschätzung deutscher Hilfsorganisationen braucht Haiti auch gut fünf Jahre nach dem schweren Erdbeben weiterhin Unterstützung.

Am 12. Januar 2010 hatte ein Erdbeben der Stärke 7,0 den karibischen Inselstaat erschüttert. Über 200.000 Menschen starben, mehr als 300.000 wurden verletzt, etwa 1,5 Millionen verloren ihr Zuhause, die Hauptstadt Port-au-Prince lag in Trümmern. Doch der Katastrophe folgte eine Flut von Spendengeldern und Unterstützungsleistungen aus aller Welt.

Die „ZDFzoom“-Doku „Haiti – Hilfe, Hoffnung, Wut“ fragt am Mittwoch, 28. Januar, 22:45 Uhr: Was ist aus der Hilfe im Gegenwert von 15 Milliarden Dollar geworden, die damals von einer eigens einberufenen UNO-Geberkonferenz zugesagt wurde?

Dieser Frage gehen die „ZDFzoom“-Reporter Ulf Röller und Steffanie Riess vor Ort nach und stoßen dabei auf Vetternwirtschaft und Verschwendung, auf frustrierte Helfer und teure Notunterkünfte. Sie besuchen Hilfsprojekte und Flüchtlingslager, treffen Verantwortliche der Hilfsorganisationen und der haitianischen Regierung. Nicht alles, was gut gemeint war, ist auch gut geworden.

Und manchmal stand hinter vermeintlich selbstloser Hilfe das Interesse von Lobbyisten: Der Industriepark Caracol im Norden des Landes wurde mit Hilfsgeldern aufgebaut, um die wirtschaftliche Zukunft der Region zu sichern. Tatsächlich dient er jedoch vor allem US-amerikanischen Investoren.

„To build a better place“: Unter diesem Motto wurde nach dem Erdbeben um Spenden für Haiti geworben. Bisher ist dieses Ziel leider nicht erreicht, nicht für Haiti und auch nicht für den Haitianer Jean-Louis, der immer noch davon träumt, eines Tages mit seiner Familie in einem richtigen Haus mit zwei Zimmern zu wohnen. Bis heute lebt er in der Hütte aus Wellblech und Zeltplanen, die er vor fünf Jahren bezog, als sein Zuhause vom Erdbeben zerstört wurde.

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wk

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