Filmkollektiv Frankfurt zeigt „Erotisches Kino“ am Valentinstag, 14. Februar!

19 Jan
2015
Bild: Filmkollektiv Frankfurt

Bild: Filmkollektiv Frankfurt

Frankfurt am Main – Am Samstag, 14. Februar, präsentiert das Filmkollektiv Frankfurt im Frankfurter Bahnhofsviertel ein sinnliches Doppelprogramm. Wie bereits im Vorjahr nimmt der gemeinnützige Verein den Valentinstag zum Anlass, das erotische und pornographische Kino – im analogen Originalformat – zurück auf die Leinwand zu bringen.

In einem Raum des ‚Kunstvereins basis‘, Elbestraße 10, 60329 Frankfurt am Main, werden eigens ein 16mm-Projektor und eine mobile Leinwand aufgebaut. Um 20:00 Uhr entführt Jess Francos erotischer Psychothriller VENUS IN FURS (Italien/BRD 1969, 86 Minuten, englische Originalfassung) in die Welt der ausgehenden 1960er Jahre.

Frei nach der berühmten Novelle „Venus im Pelz“ von Leopold von Sacher-Masoch aus dem Jahr 1870 schildert der virtuose spanische Genrefilmer die Geschichte eines jungen Mannes, der den Reizen einer sexuell erfahrenen Frau verfällt und sich ihr schließlich vollends unterwirft. „The coat that covered paradise, uncovered hell!“, kündigte der Verleih seinerzeit vielversprechend die betörende Wirkung der in Pelz gehüllten Hauptfigur an.

Anschließend, um 22:00 Uhr, folgt ein eigens zusammengestelltes Programm mit experimentellen Kurzfilmen (45-60 Minuten, ohne Dialog), die jeweils auf ihre eigene Art erotisches oder pornographisches Material verwenden. THE GEOGRAPHY OF THE BODY (USA 1944) von Willard Maas kombinierte Großaufnahmen nackter Körper mit einem poetischen Kommentar und gilt als ein Klassiker des US-Avantgardefilms.

Die Filmemacherinnen Naomi Uman und Peggy Ahwesh verarbeiteten hingegen gefundenes Material: Während Uman für REMOVED (USA 1999) mittels Nagellackentferner alle Darstellerinnen aus einem Softcore-Film der 1970er Jahre entfernte, verfremdete Ahwesh in THE COLOR OF LOVE (USA 1994) Bilder und Abläufe eines sogenannten stag-Films, ein privat gedrehter pornographischer Film der 1910er und 1920er Jahre. DOWNS ARE FEMININE (USA 1993) ist eine surrealistische Collage von Lewis Klahr, der ausgeschnittene Porno-Darsteller in bunte 1960er Jahre-Wohnzimmer einsetzte.

Jeder Film kostet 5,–  € Eintritt pro Person, Pärchen zahlen nur den Preis für eine Person. Einlass ab 18 Jahren.

Mit der jährlich stattfindenden Veranstaltung ‚Erotisches Kino am Valentinstag‘ will das Filmkollektiv Frankfurt an die vergangenen Tage der Bahnhofs- und Pornokinos erinnern, als erotische und pornographische Filme noch im analogen Format gezeigt wurden und Teil des öffentlichen Kinoprogramms waren. Der gemeinnützige Verein Filmkollektiv Frankfurt  -Projektionsraum für unterrepräsentierte Filmkultur e.V.- präsentiert seit September 2013 unabhängig kuratierte Kinoprogramme in Frankfurt am Main.  –  www.filmkollektiv-frankfurt.de

gw

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