„Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: Die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder“ …

5 Jan
2015

Gemälde von Giotto di Bondone in der Kapelle des Bargello-Palasts in Florenz.

Dante Alighieri – Gemälde von Giotto di Bondone in der Kapelle des Bargello-Palasts in Florenz. Bild: Giotto di Bondone [Public domain], via Wikimedia Commons

… sagte einst Dante Alighieri (* Mai oder Juni 1265 in Florenz; † 14. September 1321 in Ravenna). Dante ist der bekannteste Dichter und Philosoph des Italienischen und gilt als einer der bedeutendsten Dichter des europäischen Mittelalters.

Der in den unterschiedlichsten Schreibvarianten belegte Zuname ‚Alighieri‘ geht zurück auf den Vater Alighiero II. und den Großvater Alighiero I. und wurde auch von Dantes Söhnen weitergeführt.

Dantes Werke schöpfen souverän aus der Theologie, der Philosophie und den übrigen Wissenschaften (Artes liberales) seiner Zeit … und beziehen sich kunstvoll auf Vorbilder in der italienischen, provenzalischen, altfranzösischen und lateinischen Dichtung. Dante verbindet dabei Gelehrsamkeit und literarische Bildung mit einem hohen Maß an Eigenständigkeit in der gedanklichen Aneignung und im sprachlichen und poetischen Ausdruck.

Wie kein anderer Dichter vor ihm stellt er die eigene Person als Liebender und Leidender, als Irrender und Lernender in den Mittelpunkt seiner Werke. Er spricht sich dabei nicht einfach selbst bekenntnishaft aus und macht sich nicht schlicht zum Chronisten seiner persönlichen Entwicklung, sondern stilisiert das Ich seiner Werke – deren lyrisches, erzählendes oder lehrhaftes Ich und die Erfahrung, die es zur Sprache bringt … nach Maßgabe genauer Wirkungsabsichten im Rahmen einer von Werk zu Werk fortentwickelten „Autofiktion“ (Hausmann).

Dante verbindet dieses Vorgehen mit dem hohen ethischen Anspruch, dem Leser, der politischen Gesellschaft und selbst der Kirche seiner Zeit einen Spiegel zur Selbsterkenntnis und ein Leitbild auf dem Weg zur Besserung zu bieten. Für ihn liegt das Ziel dieses Wegs im Persönlichen (ebenso wie im Politischen und Kirchenpolitischen) in der Übereinstimmung mit der göttlichen Weltordnung, wie sie nach seiner Überzeugung in der Bibel und ihrer inspirierten Auslegung durch die frühen Kirchenlehrer offenbart und zum Teil auch schon in den Werken der antiken Dichter (Vergil) und Philosophen (Aristoteles) vorgezeichnet ist.

Kein anderer Dichter vor und nach Dante wurde so oft, so umfangreich und mit einem solchen Aufwand an Gelehrsamkeit kommentiert … eine Entwicklung, die bereits kurz nach seinem Tod mit der Glossierung und öffentlichen Kommentierung der Commedia einsetzte. Auch seine eigenen Söhne und seit der Mitte des 14. Jahrhunderts Giovanni Boccaccio haben daran mitgewirkt.

Der zu dieser Zeit in Italien entstehende Humanismus und die Renaissance haben Dantes Werke zum Teil mit kritischer Ablehnung, aber auch mit großer Bewunderung für seine oft nur vermeintliche Vorwegnahme ihrer eigenen Leitvorstellungen rezipiert.  –  (Wikipedia)

Gertrud E. Warnecke

1 Kommentar zu „Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: Die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder“ …

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wahl

Juli 1st, 2021 at 11:19

Guten Tag, trotz Recherche konnte ich keine Quelle zu dem Dante Zitat zu Kindern finden, können Sie diese angeben ?
Stammt es aus dem umstrittenen 13ten Brief oder aus einem anderen Werk ? LGe TW

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