„Europa ist ein Friedensprojekt, für das es sich einzusetzen lohnt“ – Versöhnung ist stärker als Hass!

25 Dez
2014

Hannover (ots) – Die Staaten in der Mitte Europas leben in Frieden und eng verbundener Gemeinschaft miteinander – das hätte vor 100 Jahren an den Kriegsschauplätzen des Ersten Weltkrieges kaum jemand für möglich gehalten.

Treffen zwischen britischen und deutschen Soldaten im Niemandsland, 1914 (Foto: Q 50719, Sammlung des Imperial War Museums)

Treffen zwischen britischen und deutschen Soldaten im Niemandsland, 1914 (Foto: Q 50719, Sammlung des Imperial War Museums)

Das Weihnachtsfest 2014, so der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Heinrich Bedford-Strohm, rufe die historische Tragweite des europäischen Einigungsprozesses in Erinnerung: „Europa ist ein Friedensprojekt, für das es sich einzusetzen lohnt.“ Die Kraft der Versöhnung könne stärker als Hass und Feindschaft zwischen Völkern sein. Selbst inmitten des Krieges, wenn – wie am Heiligabend 1914 geschehen – verfeindete Soldaten gemeinsam Weihnachten feiern, statt aufeinander zu schießen.

Heinrich Bedford-Strohm weiter:

„Wir alle sind durch die Weihnachtsbotschaft dazu aufgerufen, am Friedensprojekt Europa mitzuwirken. Indem wir uns durch die Botschaft des Weihnachtsfestes verwandeln lassen. Indem wir die Sehnsucht nach Frieden und Gerechtigkeit auch dann im Herzen bewahren, wenn ihre Verwirklichung aussichtslos erscheint. Indem wir Menschen, die in Not sind, helfen, für sie beten und mit unserer Zeit oder mit unserem Geld zur Überwindung ihrer Not beitragen. Indem wir uns öffentlich dafür einsetzen, dass die Ursachen ihrer Not bekämpft werden.“

Der EKD-Ratsvorsitzende unterstrich: „Das christliche Europa hat heute die Aufgabe, seinen Umgang mit Flüchtlingen so neu zu ordnen, dass kein Mensch mehr im Mittelmeer ertrinken muss. Und es muss zu einer Kraft in der Welt werden, die mit fairen Handelsbeziehungen und Beziehungen auf Augenhöhe dazu beiträgt, dass Menschen nicht mehr fliehen müssen.“

Dann werde aus einem europäischen Friedensprojekt ein Weltfriedensprojekt.

Rund 8,5 Millionen Menschen besuchen Heiligabend die Gottesdienste evangelischer Kirchen in Deutschland. Radio und TV öffnen darüber hinaus mehreren Millionen Menschen den Weg in einen der an den Festtagen übertragenen Gottesdienste.

gw

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