„Geburtsort des gläsernen Christbaumschmucks“, Lauscha, ist stolz auf neues „Museum für Glaskunst“

20 Dez
2014
Bild: Museum für Glaskunst Lauscha

Bild: Museum für Glaskunst Lauscha

Glasbläserstadt Lauscha im Thüringer Wald – Mit Recht darf sich Lauscha als „Geburtsort des gläsernen Christbaumschmuckes“ – und des ‚Kunstbläserhandwerks‘ – nennen … reicht doch auch das in diesem Jahr neu gestaltete „Museum für Glaskunst“ diesem ‚Titel‘ zur Ehre.

Die Glasbläserstadt Lauscha (580 m – 835 m über N.N.) ist die Geburtsstätte des gläsernen Christbaumschmuckes und des Kunstglasbläserhandwerkes. Lauscha liegt mit dem Ortsteil Ernstthal am Rennsteig im südlichen Thüringer Wald, in einem der schönsten Wandergebiete Deutschlands. Etwa 3.900 Einwohner zählt Lauscha mit seinem Ortsteil zusammen. 1597 wurde Lauscha durch den Bau einer Glashütte gegründet. Diese wurden zu der Mutterglashütte der Glasproduktion im Thüringer Wald.

Die Glasmacher Hans Greiner und Christoph Müller erhielten am 10. Januar 1597 vom Herzog Johann Casimir zu Sachsen-Coburg die Konzession für diese Glashütte. 1707 wurde Ernstthal ebenfalls durch den Bau einer Glashütte gegründet. 1835 entwickelte Ludwig Müller-Uri das künstliche Menschenauge aus Glas in seiner modernen Form. Dies revolutionierte die Versorgung derjenigen Patienten, die durch Unfall, Krankheit oder Krieg ein Auge verloren hatten.

Im Jahre 1853 wurde die heutige Farbglashütte von Elias Greiner-Vetter-Sohn als Märbelhütte gegründet. 1867 erfolgte der Bau einer Gasanstalt in Lauscha. Diese war die Grundlage für die Entwicklung der Lauschaer Heimindustrie. Mit der Gasflamme war nun das Glas vielfältiger und dünner herstellbar.
Heute werden in Lauscha vielfältige Waren aus Glas hergestellt. Die Palette reicht vom Hüttenglas, lampengeblasenem Glas, Christbaumschmuck – über Tier- und Puppenaugen, künstlichen Menschenaugen … bis hin zu modern gefertigten Flaschen und Flakons sowie Glasfaserdämmstoffen.

Eine dieser Glashütten, die Farbglashütte Lauscha, kann man besichtigen. Besucher haben die Gelegenheit, eine einmalige Diatonschau zu erleben  … eine Erlebniswelt aus Glas und ein spezieller Märbelmarkt faszinieren Jung und Alt.

Einen ganz besonderen Stellenwert hat der gläserne Christbaumschmuck in Lauscha. 1847 wurden durch einen Lauschaer Glasbläser die ersten Früchte und Nüsse aus Glas geschaffen. Diese waren vermutlich die Vorreiter der heutigen Christbaumkugeln. Etwa um 1880 wurde der Amerikaner Woolworth (amerikanische Kaufhauskette) auf die Lauschaer Erzeugnisse aufmerksam, kurze Zeit später war der Christbaumschmuck bereits Exportschlager. Zwischen 1870 und 1939 wurden ca. 5.000 verschiedene Formen hergestellt … der Christbaumschmuck wurde in alle Welt verkauft.

Seit 1990 erlebte die Christbaumschmuck-Herstellung eine neue Wende. Heute achten alle Hersteller wieder sehr auf die traditionelle handwerkliche Herstellung ihrer Erzeugnisse. Werkzeuge und Verfahren sind teilweise über hundert Jahre alt und werden wie ein Schatz gehütet. Doch nicht nur die Rückbesinnung auf Tradition, sondern auch moderner Lifestyle halten Einzug in die Entwicklung neuer Formen.

Filigrane Handdekoration und Malerei hauchen dem Glas Leben ein. Die Palette der Farben und Maltechniken lässt keine Wünsche offen – ob schrillbunt oder nostalgisch – jeder wird seinen persönlichen Favoriten entdecken.

Im „Museum für Glaskunst“ können ca. 10 000 Objekte bewundert werden. Erstmals gezeigt wird der für Lauscha typische Zusammenhang der Perlenproduktion und der Christbaumschmuckherstellung.

Öffnungszeiten während der Weihnachts- und Silvesterzeit: 22. und 23.12. = 12:00-17:00 Uhr  …  24.12. = geschlossen  …  25. und 26.12. = 11:00-17:00 Uhr  …  27.12. = 12:00-17:00 Uhr  …  28.12. = 11:00-17:00 Uhr  …  29.12.2014-01.01.2015 = geschlossen

Museum für Glaskunst Lauscha,  Straße des Friedens 46,  D-98724 Lauscha,  Telefon: (03 67 02) 2 07 24) – Telefax: (03 67 02) 3 08 36 – Email: Glasmuseum.Lauscha@t-online.de  –  Homepage: www.glasmuseum-lauscha.de

gw

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