Aktuelle Studie verspricht Allergie-geplagten Patienten verbesserte Behandlungsmöglichkeiten!

9 Okt
2014

Mail-Anhang

Wiesbaden – Neue Allergieform entdeckt! Auf dem Deutschen Allergie-Patiententag am 04. Oktober in Wiesbaden wurde jetzt eine aktuelle Studie vorgestellt, die für viele Allergie-geplagte Patienten eine verbesserte  Behandlung verspricht.

Wissenschaftler des Allergiezentrums in Wiesbaden fanden gemeinsam mit spanischen Kollegen eine neue Form einer Allergie der Atemwege, die besonders die Nase betrifft. „Patienten, die häufig unter Schnupfen, einer verstopften Nase oder Kopfschmerzen leiden, wurden bislang vielfach nicht als Allergiker erkannt. Dies liegt daran, dass herkömmliche Allergietests diese besondere Art der  Schleimhaut-Allergie nicht nachweisen konnten“, erläutert Prof. Dr. Ludger Klimek vom Allergiezentrum in Wiesbaden.

Die aktuelle Studie weist nun nach, dass ein spezieller Labortest für die Nasenschleimhaut und auch Provokationstestungen die sogenannte „Lokale allergische Rhinitis“ sicher und zuverlässig diagnostizieren können. Dies bringt Hoffnung für viele Schnupfen-geplagte Patienten, deren Erkrankungsursache bislang nicht nachweisbar war.

Hintergrund der „Lokalen allergischen Rhinitis“ ist die Bildung spezieller Allergie-Antikörper ausschließlich in den Schleimhäuten der Augen und Atemwege, jedoch besonders häufig in der Nase. Hierdurch kommt es zu einer Sonderform des Heuschnupfens, die mit den herkömmlichen Allergietests an der Haut – wie dem Pricktest und einer Blutanalyse – nicht nachweisbar ist.

Betroffen sind sowohl Patienten mit saisonalen Schnupfensymptomen während der Zeit des Pollenflugs, als auch Patienten mit lang andauernden Entzündungen von Nase und Nasennebenhöhlen. Bei diesen Patienten wurde in der Vergangenheit die Allergie als Ursache der Erkrankung nicht erkannt, daher konnte auch keine ursächliche Behandlung durchgeführt werden. Somit litten die Patienten oftmals sehr lange unter ihren Beschwerden, wurden abhängig von Nasentropfen oder hielten sich für besonders Infekt-anfällig.

Die Studien aus Hessen zeigen nun, dass insbesondere bei chronischen Beschwerden nahezu 5% der Patienten unter dieser Erkrankung leiden, das wären in Deutschland fast 1 Millionen Betroffene.

„Der verbesserte Nachweis der Erkrankung ist eine Sache … wir können hierdurch aber zukünftig unsere Patienten auch wesentlich besser und zielgerichteter behandeln“ freut sich Professor L. Klimek,  Kongresspräsident des 9. Deutschen Allergiekongresses.

Spezielle Allergiemittel zur Anwendung an der Nase sind bereits auf dem Markt und eine spezifische Immuntherapie kann sogar dauerhaft Abhilfe schaffen. –  www.allergiezentrum.orgwww.mein-allergie-portal.com

Allergiezentrum Wiesbaden/-gw

Hinweis:

Am Freitag, 10. Oktober, ist erstmals international der „Tag der Optimisten“!

Ihre Meinung ist uns wichtig

oben