Ebola: Schutzanzüge für Liberia / Klinik der SOS-Kinderdörfer bleibt weiter geöffnet

1 Sep
2014
Mitarbeiterin im Schutzanzug im Labor der SOS-Klinik in Monrovia • Bild: SOS Kinderdörfer weltweit

Mitarbeiterin im Schutzanzug im Labor der SOS-Klinik in Monrovia • Bild: SOS Kinderdörfer weltweit

(mynewsdesk) Monrovia/München – Gerüstet für den Kampf gegen die Ebola-Epidemie in Liberia: Die Klinik der SOS-Kinderdörfer in Monrovia hat neue Ganzkörperanzüge und eine Lieferung Desinfektionsmittel erhalten.

„Unsere Mitarbeiter müssen sich vor dem tödlichen Ebola-Virus schützen können, um weiter täglich Patienten zu behandeln“, sagt Verwaltungsleiterin Quendi Appleton. Die SOS-Klinik ist die einzige medizinische Einrichtung in Monrovia, die 24 Stunden am Tag geöffnet ist.

Viele Krankenhäuser in Liberia’s Hauptstadt haben wegen der Ebola-Epidemie geschlossen. Das medizinische Personal weigert sich zum Teil zur Arbeit zu kommen, da bereits mehrere Ärzte und Krankenpfleger an Ebola gestorben sind. Medizinischen Einrichtungen fehlt es an Schutzausrüstung, selbst Hand-Desinfektionsmittel oder Gummistiefel sind ausgegangen.

Da die SOS-Klinik im Gegensatz zu vielen anderen Krankenhäusern weiter geöffnet bleibt, herrscht dort großer Andrang. Durch den täglichen Kontakt mit Patienten besteht für die SOS-Mitarbeiter ein hohes Infektionsrisiko. Schutzausrüstung ist daher unbedingt erforderlich, auch wenn die SOS-Klinik in Monrovia selbst keine Ebola-Kranken aufnimmt. Sobald der Verdacht auf eine Infektion vorliegt, informiert das SOS-Personal die liberianischen Gesundheitsbehörden und der Patient wird an eines der beiden Ebola-Behandlungszentren in Monrovia überstellt.

Nach WHO-Angaben wurden in Liberia bislang 624 Ebola-Tote registriert. Damit ist Liberia das von der Epidemie am schlimmsten betroffene Land. Insgesamt hat der Ebola-Ausbruch in Afrika offiziell 1.427 Todesopfer gefordert. Experten gehen jedoch davon aus, dass die Dunkelziffer deutlich höher ist.

Ausgehend von Guinea, Liberia und Sierra Leone, droht sich die Ebola-Epidemie in Afrika weiter auszubreiten. Auch in der Demokratischen Republik Kongo wurden am Sonntag erstmals Krankheitsfälle gemeldet. In Nigeria hat die Regierung jetzt als Vorsichtsmaßnahme angeordnet, die Schulen bis Mitte Oktober zu schließen.

Weitere Informationen unter: SOS-Kinderdörfer in Liberia

/-wk

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