Gelebte politische Bildung im Albert-Schweitzer-Kinderdorf

1 Mrz
2014
Bild: obs/Albert-Schweitzer-Verband der Familienwerke und Kinderdörfer

Bild: obs/Albert-Schweitzer-Verband der Familienwerke und Kinderdörfer

Berlin / Uslar (ots) – Vor aktuellen Ereignissen verschränken sie sich nicht: Wenn es etwa gilt,  solidarische Zeichen zu setzen, dann wird auch in den Albert-Schweitzer-Kinderdörfern politische Bildung gelebt, etwa von jugendlichen Bewohnern aus Uslar.

Sie wollen etwas bewegen und Aufmerksamkeit erregen. Zuletzt reisten die Jugendlichen des Albert-Schweitzer-Familienwerkes nach Berlin, um sich am 3. Jahrestag der ägyptischen Revolution unermüdlich für die Achtung der Menschenrechte stark zu machen.

Unter dem Motto „Für Ägyptens Zukunft: Gewalt stoppen, Kritik zulassen“ sandten sie mit fast 300 anderen engagierten Menschen ein buntes Zeichen der Solidarität nach Ägypten.

Es gehört zum Konzept der Einrichtung, durch die interdisziplinarischen Methoden von Kunst, Literatur und Theater den Jugendlichen wesentliche individuelle und gesellschaftliche Themen nahezubringen. Durch die Grundzüge des Spielens und Experimentierens mit den verschiedenen Aspekten der eigenen Persönlichkeit, innerhalb eines geschützten Rahmens, soll der Glaube an die Kreativität – verbunden mit den eigenen Potenzialen und Stärken – sowie das Arbeiten im Hier und Jetzt geübt und in den Alltag übertragen werden.

Sabine Böker ist die Leiterin des betreuten Jugendwohnens: „In Berlin haben wir das Ziel verfolgt, Öffentlichkeitsarbeit im Sinne von gesellschaftspolitischer Positionierung analog mit dem Freiheitsgedanken der uns anvertrauten Jugendlichen zu präsentieren. Zufrieden und stolz auf das Durchhaltevermögen, das Engagement und die Gemeinschaftsfähigkeit der Jugendlichen, kehrte die Gruppe mit dem Fernbus zurück nach Uslar.“

Ein 17-jähriger Jugendlicher war empört über die eingeschränkten Frauenrechte. Er hatte zuvor noch nie davon gehört, dass Frauen in Saudi-Arabien nicht einmal Auto fahren dürfen und Zwangsehen in vielen Ländern gesellschaftsfähig sind.

Quelle: Albert-Schweitzer-Verband der Familienwerke und Kinderdörfer/ots/wk

Ihre Meinung ist uns wichtig

oben