Der geordnete Familienalltag schützt Kinder vor Übergewicht

4 Jul
2010
family-breakfast

Wichtig – das gemeinsame Frühstück

Familien sind ein Schutzraum für Kinder

Ein geordneter Familienalltag schützt Kinder vor psychischen Problemen und Übergewicht. Das ist das Ergebnis der „AOK-Familienstudie 2010“, die in Berlin vorgestellt wurde. Es sind demnach nicht die „Extras“, die Kinder gesünder machen, sondern die kleinen regelmäßigen Selbstverständlichkeiten im Familienalltag, so die verblüffend einfache Erkenntnis.

Eine zentrale Rolle spielen gemeinsame Mahlzeiten, vor allem ein gemeinsames Frühstück. Kinder, die nicht regelmäßig gemeinsam mit ihren Eltern frühstücken, haben demnach ein doppelt so hohes Übergewichtsrisiko. Allerdings sitzen laut Studie nur 64 Prozent der Eltern morgens regelmäßig mit ihren Kindern am Tisch. Ein gemeinsames Frühstück gebe Kindern physisch und psychisch Stärke und Sicherheit für den Tag, denn bei dieser Gelegenheit werde in der Regel auch der Tagesablauf besprochen. Es verringert nachweislich das Risiko von Übergewicht und psychischen wie psychosomatischen Störungen.

Auch entspannte Eltern sind wichtig für die Gesundheit der Kinder: Eltern, die sich immer wieder kurze Auszeiten gönnen, fördern ihre Gesundheit und die ihrer Sprösslinge. Wenn Eltern nicht an Veranstaltungen in der Schule oder Kita teilnehmen, steigt der Anteil der Kinder mit psychischen Problemen um 13 Prozentpunkte auf 32 Prozent.

Auch beim Medienkonsum können die Eltern gegensteuern. Aber nur zwei Drittel der Eltern schaffen es regelmäßig, die Zeit am Fernseher und am Computer zu beschränken. Mehr als 30 Prozent der Kinder, deren Medienkonsum keine Grenze gesetzt wird, sind übergewichtig. Für die AOK-Familienstudie befragte die Gesellschaft für angewandte Sozialforschung im Frühjahr mehr als 2000 Mütter und Väter in Deutschland.

AOK/wk

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