Eine revolutionäre Entwicklung begann vor 20 Jahren: Wie das Internet unsere Lebensweise und Werte verändert

17 Dez
2013
Bild: EyeWire

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Noch niemals hat eine technische Entwicklung so schnell und grundlegend die Menschheit verändert wie das Internet. Weltweite Kommunikation in Echtzeit mit anderen Menschen auf der ganzen Welt, schneller Zugriff auf das gesamte Wissen der Menschheit vom heimischen Schreibtisch aus.

Die revolutionäre Entwicklung begann vor 20 Jahrenals im Jahr 1993 der erste grafikfähige Web-Browser namens Mosaic veröffentlicht und zum kostenlosen Download angeboten wurde, der die Darstellung von Inhalten des „www“ (world wide web) ermöglichte. Jetzt konnten auch Amateure auf die Inhalte des Netzes zugreifen und ihre eigenen Beiträge veröffentlichen. Ebenso rasant entwickelten sich die Angebote der kommerziellen Anbieter – die digitale Revolution begann.

Heute hat fast jeder Mensch Zugang zum Internet – das beginnt schon in der Grundschule mit dem ersten Computer (www.positiv-magazin.de) und dem ersten Smartphone. Das Leben ohne Internetzugang ist heute kaum noch denkbar. Einkaufen, Bankgeschäfte, die Recherche bei Google, skypen mit der Tante in Australien, Termine checken im Facebook, E-Mail …  geschäftlich und privat, Partnersuche, Musik hören, der Chat mit Freunden, alles geht online!

Trends für 2014: Welche Themen werden den Internetnutzern am Wichtigsten sein?

Auch hier sind die Veränderungen der Wertevorstellungen im Fluss. 2014 wird den Usern das Thema Gesundheit mit Diskussionen über Diagnosen und Therapien wichtig sein. Dieses Thema stand 2012 noch auf Platz 3. Antrieb ist hier der Wunsch, Selbstmotivation und Leistungsbereitschaft zu verbessern und zu steigern.

Zurückgefallen auf Platz 2 ist die Freiheit, mit den Themen Autonomie und Eigenverantwortung. Den Usern geht es nicht mehr so sehr um die politische Freiheit, sondern um die individuelle Freiheit der Persönlichkeit. Auf Platz 3 — 2012 noch auf Platz 6 — steht das Streben nach Erfolg und Statuserhalt. Erfolg ist aber nicht hauptsächlich Wohlstand, sondern Lebensqualität. Die Internet-Gesellschaft teilt, anstatt zu besitzen.

Zu den Gewinnern bei den Wertevorstellungen zählt auch die Natur. Nicht so sehr die Themen Umweltschutz und Klimawandel, sondern eher virtuelle Werte … die Natur als spiritueller Sinngeber für Kraft und Orientierung.

Wie wird die Entwicklung weitergehen?

Es bleibt spannend abzuwarten, wie sich das Interesse und die Werte-Vorstellungen der Internetgemeinde entwickelt. Sicher ist, es wird eine rasante Entwicklung werden, denn die Veränderungszyklen beschleunigen sich. Das Internet mit all seinen Vorteilen – aber auch Nachteilen – verändert sich ständig. Heute Unvorstellbares kann morgen Realität sein.

Zu beobachten ist eine zunehmende Individualisierung und Pluralisierung der Gesellschaft. Moralvorstellungen und Werte werden je nach Individuum neu definiert, Normvorstellungen gibt es immer weniger. Statt Vermögen und Besitztum stehen Selbstverwirklichung und Kommunikation im Vordergrund.

Sollten sich diese Trends fortsetzen, könnte man für die Zukunft möglicherweise eine liberalere, friedlichere und freiere Gesellschaft erwarten.

wk

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