Klinik Königstein der KVB: Herzseminar mit Deutscher Herzstiftung – erfolgreiche Therapie mit gesundem Lebensstil

18 Nov
2013
Dr. Gerhard Toepel,  Chefarzt der Klinik Königstein der KVB, Kardiologe und Präventivmediziner Bild:

Dr. Gerhard Toepel, Chefarzt der Klinik Königstein der KVB, Kardiologe und Präventivmediziner • Bild: Klinik Königstein

Königstein im Taunus  –  Das schwache Herz … erfolgreiche Therapie mit gesundem Lebensstil!  Im Rahmen der Herzwochen 2013 veranstalteten die Deutsche Herzstiftung und die Klinik Königstein der KVB ein ‚Herzseminar‘. Das Thema: „Das schwache Herz, Diagnose und Therapie der Herzschwäche (Herzinsuffizienz) – Gesunder Lebensstil.“

Dr. Gerhard Toepel, Chefarzt der Klinik Königstein der KVB, begrüßte über 150 Interessierte und wies darauf hin, dass in Deutschland zwischen zwei bis drei Millionen Menschen an einer Herzschwäche leiden. Jährlich werden über 370.000 Patienten mit einer Herzschwäche in ein Krankenhaus eingeliefert, rund 50.000 sterben daran. Herzschwäche liegt vor, wenn das Herz die Organe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen kann.

Oberarzt Dr. Walter Magnet erklärte, dass Herzinsuffizienz eigentlich keine eigenständige Erkrankung, sondern ein Zeichen und Folgezustand von mehreren möglichen ursächlichen Krankheiten sei, wie z. B. Durchblutungsstörungen des Herzmuskels, Bluthochdruck oder Herzmuskelentzündung. Auch Herzrhythmus-Störungen, Herzklappenfehler, Alkoholmissbrauch, bestimmte Medikamente oder eine Chemotherapie bei Tumorerkrankungen könne eine Herzschwäche verursachen.

Diese beginnt oft schleichend und meist unbemerkt. Atemnot bei Belastung, Abnahme der Leistungsfähigkeit, z. B. beim schnellen Laufen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schwellungen an den Knöcheln und Unterschenkeln (Wassereinlagerung) und rascher Herzschlag können Anzeichen sein. Bei diesen Symptomen soll man unbedingt den Arzt aufsuchen. Je früher die Herzschwäche erkannt wird, desto besser kann sie behandelt werden.

Die Herzinsuffizienz wird nach der New York Heart Assoziation (NYHA) in vier nach subjektiven Beschwerde-Anzeichen gemessenen ‚Schwere-Grade‘ eingeteilt: Grad I bedeutet, es besteht schon eine Herzschwäche, der Patient ist aber voll belastbar. Grad IV bedeutet, der Patient hat schon im Ruhezustand Luftnot. Tritt die Herzschwäche akut auf, muss dringend der Notarzt über die „112“ verständigt werden.

Chefarzt Dr. Gerhard Toepel, Kardiologe und Präventivmediziner, erläuterte den gesunden Lebensstil, mit dem neben der regelmäßigen Medikamenten-Einnahme und regelmäßigen Arztbesuchen die Herzschwäche erfolgreich behandelt werden könne. So sei es heute erwiesen, dass Ausdauertraining nicht nur zur Verbesserung der Lebensqualität, sondern auch zur Lebensverlängerung beitragen kann. Sport wirkt wie ein hochwirksames Medikament und muss immer wieder in der Stärke an die aktuelle Situation des einzelnen Patienten angepasst werden.

Dr. Toepel berichtet, dass man den Kochsalzverbrauch einschränken und anstatt mit Salz eher mit Kräutern würzen sollte. Und: Wer ohne Beschwerden zwei Etagen Treppen steigen kann, braucht bei der Ausübung der Sexualität keine Bedenken zu haben. Aber das zwischenmenschliche Miteinander hat viele Fassetten, so dass auch Patienten mit ausgeprägter Herzschwäche auf körperliche Nähe nicht verzichten brauchen.

Quelle: Klinik Königstein der KVB/-gw

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