Die „Trauben-Eiche“ – auch Winter-Eiche genannt – ist „Baum des Jahres 2014“

27 Okt
2013
Trauben-Eiche, BDJ 2014, Foto: A. Roloff

Trauben-Eiche, BDJ 2014, Foto: A. Roloff

Die Trauben-Eiche (Quercus petraea) – auch Winter-Eiche – genannt, ist die langlebige Robuste! Als 1989 erstmalig ein Baum zum „Baum des Jahres“ ausgerufen wurde, war das die „Stiel-Eiche“.

Nun ist für 2014 ihre enge Verwandte, die Trauben-Eiche, ausgewählt worden. In vielerlei Beziehung ähneln sich die beiden Arten; unterscheiden kann man sie vielleicht am besten an den Früchten, den Eicheln. Sie hängen bei der Stiel-Eiche an längeren Stielen, bei der Trauben-Eiche eng zusammen, also in „traubiger“ Anordnung.

Erst im Alter von 20-40 Jahren wird die Eiche „erwachsen“; dann erscheinen die unauffälligen Blüten. Dafür sind die Früchte umso auffälliger, die Eicheln. Sie fallen ab Oktober und sind sehr nahr- und für viele Tierarten schmackhaft. Eichhörnchen, Eichelhäher und viele andere Kleintiere verbreiten sie durch die Anlage von Wintervorräten … und von Wildschweinen werden sie untergewühlt.

Haustiere fütterte man früher, indem man sie in den Wald trieb. Und wenn die Eichen alle paar Jahre besonders viele Früchte gleichzeitig an allen Bäumen entwickeln, spricht man von Eichen“mast“, durch die dann die Schweine ge“mästet“ wurden. „Auf den Eichen wachsen die besten Schinken“ heißt es manchmal auch heute noch.

Eichen kommen in fast ganz Europa vor, nur nicht in Spanien und im äußeren Norden und Nordosten. An den Boden stellt sie keine großen Ansprüche, er kann auch recht trocken und arm an Nährstoffen sein. Eichen benötigen aber viel Licht; die Kronen lassen auch viel Licht durch, was den Pflanzen am Waldboden das Überleben erleichtert.

Eichen werden gerne als „Tierheim der Natur“ bezeichnet: Ein sehenswerter Bewohner ist z.B. der mit Fühlern über 10 cm lange große Eichenbockkäfer. Wohl keine andere Baumart bietet für so viele Tierarten Lebensraum wie die Eiche, alleine an Insekten sollen es über 500 Arten sein. Einige Insektenarten – vor allem Raupen von verschiedenen Schmetterlingen – führen allerdings regelmäßig einen Kahlfraß durch, so dass die Eichen ein 2. Mal austreiben müssen. Auch Pilze lieben Eichen, darunter Sommer-Steinpilz, Kaiserling und Eichen-Rotkappe. In Süddeutschland kann man an Trauben-Eichen echte Trüffel finden.

Miriam Symalla, Baumkönigin 2014

Miriam Symalla, Baumkönigin 2014

Bei der Eiche gibt es (wie bei Pappel und Weide) sog. Absprünge – die Bäume werfen im Sommer ganze Zweige mit grünen Blättern ab, um die Verdunstungsfläche zu reduzieren, wenn es zu trocken wird. Das macht den Eindruck einer Krankheit, ist aber lediglich eine Art Schutzreflex.

Miriam Symalla ist die „Deutsche Baumkönigin 2014“: 

„Es ist mir ein großes Anliegen, die Verbundenheit der Menschen zu den heimischen Wäldern zu erhöhen und in ihnen die Begeisterung für die sowohl faszinierenden als auch schützenswerten Ökosysteme zu wecken. Daher freue ich mich sehr, in der Rolle der “Deutschen Baumkönigin 2014” als Botschafterin für Bäume und insbesondere für die langlebige Trauben-Eiche tätig werden zu können.“

Quelle: Baum des Jahres/-gw

1 Kommentar zu Die „Trauben-Eiche“ – auch Winter-Eiche genannt – ist „Baum des Jahres 2014“

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doris schellhas eschwege

März 25th, 2014 at 11:06

am 2.4.2014 ab 12uhr15 würde ich gern per telefon in meiner 12jährigen sendung der waldkalender sie über ihre aufgaben befragen ich bitte um rückantwort d.schellhas eschwge mangelgasse 19 danke

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