Erschienen uns die Staatsmänner der vergangenen Jahrzehnte menschlicher?

4 Jun
2013
Dr. Ludwig Erhard mit seinem Buch "Wohlstand für Alle" • Bild: Das Bundesarchiv

Dr. Ludwig Erhard mit seinem Buch „Wohlstand für Alle“ • Bild: Das Bundesarchiv

Während sich Politiker inzwischen gerne als vorbildliche Bürger inszenieren und ungern echte Einblicke in persönliche Momente und ihre Freizeit zulassen, so hat es fast den Anschein, dass uns die großen Staatsmänner der vergangenen Jahrzehnte viel menschlicher erschienen.

Heute sieht man nur wenige Politiker mit Glimmstängel, Zigarre und Co., was aber nicht bedeutet, dass sie besser sind als der Rest der Bundesbürger und immun gegen den blauen Dunst – sie sorgen nur mittels findiger PR-Leute dafür, dass Raucherbilder von ihnen nicht in die Öffentlichkeit gelangen. Denn offensichtlich schadet Rauchen nicht mehr nur der Gesundheit, sondern auch der politischen Karriere.

Ganz anders sah das noch vor nicht allzu langer Zeit aus. Unter den Altkanzler der Bunderepublik gibt es eine ganze Reihe passionierter Zigarrenraucher. Der jüngste unter ihnen ist Altbundeskanzler Gerhard Schröder, der es sich auch während seiner Amtszeit nicht nehmen ließ, gelegentlich in der Öffentlichkeit, beispielsweise auf Bundesparteitagen der SPD, mit Zigarre in der Hand abgelichtet zu werden. Mit einer Kiste Zigarren aus Kuba, die er an den damaligen amerikanischen Präsidenten Bill Clinton verschenkte, löste seine Leidenschaft fast einen diplomatischen Eklat aus.

Weltmännische Machtinsignien:  Weltmännische Politiker sind nicht selten passionierte Raucher. Manch einer sieht Zigarren gerade zu als Insignien der Macht – das mag übertrieben sein, jedoch fällt auf, dass tatsächlich Politiker, die als ganz besonders große Staatsmänner gelten, bekennende Zigarrenraucher sind oder waren. Zigarren verströmen einen Hauch von Macht, Maskulinität und sind trotzdem auf ihre ganz eigene Weise sinnlich. Mit Zigarren von Vidamo kann sich jeder, egal ob Mann oder Frau, wie ein weltmännischer Genussmensch fühlen.

Neben Schröder waren auch die ehemaligen Kanzler Ludwig Erhard und Willy Brand. Besonders Altkanzler Helmut Schmidt ist bis heute bekennender Raucher. Seine Leidenschaft für Tabak, in Form von Zigarren und Zigaretten ist legendär und einzigartig. Er ist so ziemlich der einzige Mensch in den Medien, der seinem Genuss bedingungslos auch in der Öffentlichkeit nachgeht, bei Interviews, Fernsehauftritten, ja sogar ein Buch gibt es, das den vielsagenden Titel trägt: auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt. Wenn man an Altkanzler Schmidt denkt, denkt man unweigerlich auch an wabernde Rauchschwaden.

Zigarren haben außerdem das Image, etwas Besonderes zu sein. Man raucht sie nicht schnell mal zwischendurch, viel eher zündet man sich eine Zigarre zum Abschluss eines erfolgreichen Geschäftes, nach einer wichtigen Sitzung oder auch ganz traditionell zur Geburt eines Kindes an. Zigarre rauchen kann man mögen, muss man aber nicht. Besonders männliche Politiker haben aber nicht selten ein Faible dafür.

wk

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