Heute ist Welttag gegen Kinderarbeit: Kinder vor Ausbeutung schützen und ihre Rechte stärken

12 Jun
2012

Foto: Christian Nusch / Kindernothilfe

Duisburg (ots) – Kinder müssen weltweit vor wirtschaftlicher Ausbeutung geschützt werden und dürfen nicht zu Arbeiten herangezogen werden, die ihre Gesundheit gefährden oder die sie körperlich und seelisch schädigen. Das fordert die Kindernothilfe aus Anlass des morgigen Welttags gegen Kinderarbeit. Gleichzeitig bietet die Kindernothilfe Lösungen: „Wer die Abschaffung von Kinderarbeit fordert, muss auch zeigen, wie Familien ihren Lebensunterhalt bestreiten können“, so Dr. Jürgen Thiesbonenkamp, Vorstandsvorsitzender der Kindernothilfe.

Weltweit arbeiten rund 115 Millionen Kinder unter ausbeuterischen Bedingungen, etwa in Steinbrüchen, in Minen, auf Müllhalden oder in Fabriken. Diese Formen der Kinderarbeit müssen so schnell wie möglich abgeschafft werden. Doch die Forderung, Kinderarbeit generell zu verbieten, greift beispielsweise in der Landwirtschaft oder im Dienstleistungsbereich oft zu kurz: „Eltern müssen auch finanziell in der Lage sein, ihre Kinder zur Schule statt zur Arbeit zu schicken. Wenn angemessene Löhne bezahlt werden, sind die Familien für ihr Überleben nicht mehr auf das Einkommen ihrer Kinder angewiesen“, so Jürgen Thiesbonenkamp. Die Kindernothilfe stärkt daher in den Ländern des Südens die Kinder und ihre Eltern. Wenn sie z.B. in neuen Anbaumethoden geschult werden und dürreresistentes Saatgut nutzen, dann sind die Familien nicht mehr auf die Mitarbeit der Kinder angewiesen. Stattdessen können sie endlich Schuluniformen und -bücher bezahlen.

Armut lässt sich nur überwinden, wenn Kinder und Jugendliche ihre Rechte auf Bildung, Gesundheit und Lebensperspektiven wahrnehmen können. „Erfolg haben die Programme, die mit Kindern und Erwachsenen an ihrer Seite gemeinsam nach Lösungen suchen, um Ausbeutung zu verhindern und Bildung zu ermöglichen. So behalten wir die Vision im Blick, Kinderarbeit überall auf der Welt zu überwinden“, sagt Jürgen Thiesbonenkamp.

Quelle: Kindernothilfe/ots/wk

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