SIEMENS AG als Finalist für den Innovationspreis der deutschen Wirtschaft nominiert

7 Feb
2012

Frankfurt am Main  – Innovative Siemens Gasturbine der H-Klasse bricht Weltrekord mit über 60 % Wirkungsgrad bei fossilen Kraftwerken  …  Siemens AG als Finalist für den Innovationspreis der deutschen Wirtschaft in der Kategorie Großunternehmen nominiert.

Zehn Jahre Forschungsarbeit tragen Früchte: Mit der erfolgreichen Fertigstellung der hocheffizienten Gasturbinengeneration hat Siemens im Gas- und Dampfturbinen(GuD)-Kraftwerk Ulrich Hartmann im bayerischen Irsching mit der Gasturbine der H-Klasse Technik-Geschichte geschrieben. Mit einer Leistung von 578 Megawatt (MW) wurde dort ein Wirkungsgrad von 60,75 erreicht. „Das sind historische Dimensionen und globale Rekordwerte“, sagte Michael Süß, CEO des Siemens-Sektors Energy.

Die SGT5-8000H von Siemens ist für rund 400 MW im reinen Gasturbinenbetrieb und rund 600 MW im Gas- und Dampfturbinen (GuD)-Betrieb ausgelegt. Eine einzige Turbine kann im GuD-Betrieb eine Großstadt wie Berlin mit sauberem Strom versorgen. Dabei liegt der Gasverbrauch pro erzeugter Kilowattstunde rund ein Drittel unter dem Durchschnitt der derzeit installierten GuD-Kraftwerke. Somit sinken die Kohlendioxid-Emissionen um ein Drittel. „Unsere zukunftsweisende Kraftwerkstechnik zeigt eindrucksvoll, dass Klimaschutz und kostengünstige Stromerzeugung mit fossilen Brennstoffen Hand in Hand gehen können“, so Michael Süß.

Siemens hat nicht nur alle bisherigen Rekorde in Bezug auf Leistung und Wirkungsgrad, sondern auch in Bezug auf Betriebsflexibilität übertroffen. Immer mehr Windkraft- und Solaranlagen erhöhen den Anteil fluktuierender Einspeisung in das Stromnetz. Daher sind schnell reagierende hocheffiziente Großkraftwerke für die Stabilität im Stromnetz entscheidend. Die neue GuD-Anlage der H-Klasse kann die Netzanforderung nach zusätzlicher oder auch reduzierter Leistung schnell erfüllen. So können mehr als 500 MW in nur einer halben Stunde bereitgestellt und die Leistung im Betrieb um 35 MW pro Minute variiert werden.

Jede Turbine besteht aus mehr als 7.000 Einzelteilen, kommt auf eine Leistung von bis zu 1.200 hoch motorisierten Sportwagen und wiegt mit 440 Tonnen so viel wie ein vollgetankter Airbus A380. Im Inneren der Brennkammer herrschen bis zu 1.500 Grad Celsius und die Spitzen der Turbinenschaufeln erreichen mit mehr als 1.700 Kilometern pro Stunde (km/h) Schallgeschwindigkeit.

Über das Unternehmen: Der Siemens-Sektor Energy ist der weltweit führende Anbieter des kompletten Spektrums an Produkten, Dienstleistungen und Lösungen für die Stromerzeugung mit thermischen Kraftwerken und aus erneuerbaren Energiequellen sowie für die Stromübertragung in Netzen und für die Gewinnung, die Verarbeitung und den Transport von Öl und Gas. Im Geschäftsjahr 2011 (30. September) erwirtschaftete der Sektor Energy einen Umsatz von 27,6 Mrd. EUR und erhielt Aufträge in einem Umfang von rund 34,8 Mrd. EUR. Das Ergebnis betrug über 4,1 Mrd. EUR. Im Sektor Energy arbeiteten zum 30. September 2011 über  97.000 Mitarbeiter.

Mit der innovativen „Weltrekord“-Gasturbine der H-Klasse ist Siemens AG als einer von sechs Finalisten in der Kategorie Großunternehmen für den Innovationspreis der deutschen Wirtschaft – Erster Innovationspreis der Welt® vorgeschlagen.

Dieser traditionsreiche Preis wird seit 1980 alljährlich vom Wirtschaftclub Rhein-Main und seit 2011 zusammen mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung für herausragende technische, wissenschaftliche und geistige Errungenschaften ausgeschrieben.

Am  Samstag, 11. Februar 2012, werden die Preisträger im Rahmen einer  festlichen  Gala  im  Palais  Thurn  und  Taxis  in Frankfurt am Main von Günther Oettinger, dem EU-Kommissar für Energie, ausgezeichnet.

Quelle: Pressebüro ‚Erster Innovationspreis der Welt®’/KPRN network/-gw

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