Die Traumfabrik – 100 Jahre Film in Babelsberg

13 Nov
2011

Dauerausstellung im Filmmuseum Potsdam:  Seit Anfang November 2011 … Di. bis So., 10:00 bis 18:00 Uhr

Die Besucher sind eingeladen, Drehbuchautoren über die Schulter zu schauen, Stars in der Maske zu beobachten, das eigene Schauspieltalent beim Casting unter Beweis zu stellen. Über den bisher größten Bau der Studiogeschichte – das New Yorker Guggenheim – kann gestaunt und den Regieanweisungen Quentin Tarantinos gelauscht werden. Man kann sich als Schnittmeister versuchen, mit Zarah Leander singen und das Filmorchester Babelsberg dirigieren.

Ein umfangreiches Programm im Kino begleitet die Ausstellung in den nächsten Monaten, es zeigt auf der großen Leinwand ausgewählte Babelsberg-Produktionen von 1912 bis heute und empfängt dazu Filmkünstler und Experten.

Vorhang auf für 100 Jahre Film in Babelsberg!  – Feuergefahr in Berliner Dachateliers und der dänische Filmstar Asta Nielsen bewegen den Filmtüftler Guido Seeber 1911, nach einem neuen Standort für die Deutsche Bioscop zu suchen.

Ein riesiges Stück Brachland bei Neubabelsberg mit einer verlassenen Fabrik und reichlich Platz für Kulissenbauten überzeugen ihn. Am 3. November 1911 wird hier der Grundstein für das älteste Großatelier-Filmstudio der Welt gelegt. Seit 1912 werden Filme gedreht: von Bioscop, Decla-Bioscop, Ufa, DEFA und Studio Babelsberg. Egal ob Kaiserreich, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Sowjetische Besatzungszone, DDR, vereintes Deutschland: Jede Epoche fabriziert ihre Kinoträume.

100 Jahre und über 3.000 Filme später würdigt das Filmmuseum Potsdam dieses Jubiläum mit der neuen ständigen Ausstellung. Eine Reise durch den faszinierenden Schaffensprozess des Filmemachens. Am Anfang steht eine Idee, Darsteller werden gesucht und gefunden, Filmleute und Handwerker beginnen zu arbeiten, Material wird geschnitten, Filmmusik und Töne werden hinzugefügt. Am Ende feiern Filmemacher und Zuschauer gemeinsam Premiere.

Zur Info: Bis Ende November sind im Kunstraum Potsdam Werke von Armin Mueller-Stahl und Jürgen Böttcher-Strawalde zu sehen. –  www.filmmuseum-potsdam.de

Quelle: presse filmmuseum/-gw

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