Gondwanaland: Größte Tropenhalle Europas – mit weltgrößter Menschenaffenanlage „Pongoland“

15 Jul
2011

 

Leipzig  – Das kürzlich eröffnete Gondwanaland im Leipziger Zoo hat sich schnell zu einem internationalen Publikumsmagneten entwickelt, berichtet mdr.de …  und betont, dass sich Zoodirektor Dr. Jörg Junhold mit der beeindruckenden Anlage einen Lebenstraum erfüllt hat.

Über die Eröffnung von Gondwanaland und über erste Reaktionen darauf sowie sein neues Amt als Präsident des Weltzooverbandes ab Oktober 2011 sprach Dr. Jörg Junhold mit Moderator Alexander Mayer live bei  „FIGARO trifft.“

Bis es realisiert werden konnte, dauerte jedoch eine Weile. Von der ersten Idee über die Finanzierung bis zur Fertigstellung vergingen rund zehn Jahre. Der erste Spatenstich erfolgte im November 2007. Etwa 300 exotische Tiere aus Asien, Afrika und Südamerika haben dort Einzug zwischen 17.000 verschiedenen tropischen Pflanzen gehalten. Darunter finden sich das Zweifinger-Faultier, die Riesenotter, der Ozelot, das Zwergflusspferd, der Komodo-Waran und viele weitere z.T. seltene und gefährdete Tierarten. Es sind Tiere von jenen Kontinenten, die vor 150 Millionen Jahren zusammen den Großkontinent „Gondwana“ bildeten, dem die international einzigartige Attraktion im Leipziger Zoo nun seinen Namen verdankt.

Einzigartiger Bau  – Das neue Tier-Zuhause ist ein gigantisches Gewächshaus mit 16.500 Quadratmetern Fläche, gebaut in Form eines riesigen, gleichschenkligen Dreiecks und überdacht von einer freitragenden Stahlkonstruktion mit einem Heiz- und Bewässerungssystem. Die Gehege sind dem natürlichen Lebensraum der Tiere nachempfunden. Und auch das mittlerweile durch die Medien international bekannt gewordene schielende Opossum „Heidi“ lebt jetzt in Gondwanaland.

Zoo-Direktor Dr. Jörg Junhold wird im Oktober sein Amt als Präsident des Weltzooverbandes antreten. Mehr als 245 Zoos und Aquarien gehören dem Weltverband an. Jörg Junhold will ihn künftig international bekannter machen, sich stärker für den Arten- und Naturschutz engagieren und sieht ihn bald an der Seite von WWF und Greenpeace.

Der Zoo Leipzig wurde 1878 gegründet. „Bildung, Forschung und Zucht“ beinhaltet das im Jahr 2000 verabschiedete Konzept „Zoo der Zukunft“. Die Gesamtkosten betrugen 130 Millionen Euro, wovon mehr als ein Drittel für Gondwanaland aufgebracht wurde. Und auch die Stadt stimmte dem imposanten Vorhaben zu. Die Riesentropenhalle kostete 66,8 Millionen Euro, wovon der Freistaat Sachsen ca. 32,3 Millionen Euro trug, die Stadt Leipzig ca. 11,5 Millionen und der Zoo Leipzig ca. 23 Millionen Euro.

In der weltgrößten Menschenaffenanlage „Pongoland“ arbeitet der Zoo Leipzig eng mit dem Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie zusammen. Zudem ist er an 40 Zuchtprogrammen beteiligt. Etwa 850 Arten und Unterarten beherbergt der Tiergarten heute und gehört inzwischen zu den renommiertesten und modernsten der Welt. Die MDR-Dokumentation „Elefant, Tiger & Co.“ machte ihn zudem bundesweit bekannt. Bereits 2009 stellte der Zoo Leipzig einen neuen Besucherrekord auf. Mehr als 1,7 Millionen Menschen kamen zu Besuch in den Tierpark. Mit dem Gondwanaland will Jörg Junhold nun sogar die Grenze von zwei Millionen Besuchern überschreiten  … –   Quelle:  mdr.de/-gw

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