„Wir stärken das Lebensgefühl der Menschen … “ – so Roland Frischkorn, Vorsitzender Sportkreis Frankfurt, zur „Europäischen Woche des Sports 2022“

7 Sep
2022

 

Roland Frischkorn, Vorsitzender Sportkreis Frankfurt – Bildrechte/Foto: Credit Sportkreis Frankfurt e.V.

Frankfurt am Main „Wir erreichen ein neues Niveau der Zusammenarbeit im Sport der Region und stärken das Lebensgefühl der Menschen“, sagt Roland Frischkorn, Vorsitzender Sportkreis Frankfurt.

Die ‚Europäische Woche des Sports in FrankfurtRheinMain‘ ist eine Kampagne der Europäischen Kommission mit dem Ziel, die Menschen in Europa für einen aktiveren Lebensstil zu gewinnen. Sie findet jedes Jahr vom 23. bis 30. September mit dem Motto #BeActive statt (www.beactive-frankfurt.de). Insgesamt nehmen 40 Länder europaweit teil.

Doch vorher dreht sich bereits am Samstag, 10. September 2022, im Shopping Center „MyZeil“ in Frankfurt zur Einstimmung auf die „Europäische Woche des Sports“ alles um ‚Sport und Bewegung‘ – mit einen bunten und informativen Programmunter dem Motto #BeActive FrankfurtRheinMain 2022.

Der Deutsche Turner-Bund koordiniert die Aktionswoche in Deutschland, der Sportkreis Frankfurt hat die Federführung in der Metropolregion FrankfurtRheinMain … Teil der Aktionswoche mit zahlreichen kostenfreien Mitmachangeboten wird auch wieder das „Frankfurter-FamilienSportFest“ am 25. September 2022 sein.

Nachstehend antwortet Roland Frischkorn (R.F.), Vorsitzender Sportkreis Frankfurt, auf wichtige Fragen:

Bei der „Europäischen Woche des Sports“ propagiert die EU seit Jahren das Motto „BeActive“, als Aufruf an die Bevölkerung mehr bzw. überhaupt Sport zu treiben. … Es geht darum, Aufbruchstimmung und Zuversicht zu verbreiten und den – infolge der Corona-Pandemie noch einmal erhöhten – Bewegungsmangel in Deutschland in den Blick zu rücken. – „Wie gut ist dieses Vorhaben in Deiner Stadt und Deiner Region schon gelungen, was ist noch zu tun?“

R.F.:  Bisher bin ich sehr zufrieden mit den Aktivitäten, aber es gilt: Nichts ist so gut, dass es nicht noch besser geht! Und deshalb arbeiten wir als Sportkreis daran, seitdem wir selbst Veranstalter sind, immer besser zu werden. Wir haben viele Angebote in den unterschiedlichsten Bereichen, in Sportstätten, aber auch im öffentlichen Raum. Letzteres ist dieses Jahr insbesondere am Main zu erleben, aber ich denke auch an Schulen, Kindergärten, Wohlfahrtsverbände, Kirchen, die Volkshochschule. Das alles müssen wir für die Zukunft noch stärker zusammenbringen. – Wir brauchen nicht nur das Motto „Teilhabe für alle“ oder „Inklusion“, wir brauchen die Zusammenarbeit aller Beteiligten in diesem Bereich. 

Welche Leuchtturmprojekte und Errungenschaften seit Beginn der Initiative „Europäische Woche des Sports“ in FrankfurtRheinMain würdest Du herausstellen?

R.F.:  Eine wichtige Idee ist die Kilometrierung am Mainufer. Das ist wunderbar gelungen, nämlich eine Strecke von zehn Kilometern um den Main auszuweisen. Dies hat eine Veranstaltung wie die „Frankfurter Runden“ erst möglich gemacht, also ein neues Sportangebot zu kreieren. Aber auch jeder, der sich dem nicht anschließt, kann für sich die Kilometrierung nutzen und sein eigenes Laufpensum ablesen. Nennen möchte ich auch die „Fitnessbank“ (für verschiedene Übungen mit dem eigenen Körpergewicht). – Ein Student hat ein Start-up gegründet, um mit diesem Unternehmen die ‚Fitnessbank‘ immer weiterzuentwickeln – sie stehen nicht nur in Frankfurt, die Idee strahlt auch in die Region aus. – Zu den Aktivitäten in diesem Jahr gehört auch der „Sommer am Main“, wo die Zusammenarbeit von Kultur, Umweltprojekten und Sport ein tolles Ergebnis zur Folge hatte. …

Neu ist auch, die Partnersportkreise Main-Taunus, Hochtaunus, Offenbach und Groß-Gerau mit ins Boot zu holen – wie wichtig ist eine solche Zusammenarbeit?

R.F.:  Ich verspreche mir davon noch mehr Werbung für den Sport in der Region. Es beschäftigt mich seit Jahren, dass das Rhein-Main-Gebiet eine der im Sport stärksten Regionen Deutschlands darstellt, dies aber nach außen so nicht deutlich gemacht wird. Es freut mich sehr, dass sich weitere Sportkreise anschließen. Damit setzen wir fort und intensivieren, was beim „Mainova-Sportportal“, unserer digitalen Sportinformationsplattform, schon passiert, nämlich die Kooperation ganz vieler Sportkreise. Jetzt erreichen wir gerade ein neues Niveau.

Viele Angebote bei der Aktionswoche finden draußen statt, die Anbieter gehen praktisch zu den Menschen, es gibt eigentlich keine Barrieren teilzunehmen – wie wichtig ist diese Möglichkeit, umsonst und draußen aktiv zu werden, in Parks, im Stadtraum, am Main? Und das ganzjährig?

R.F.:  Das ist aus meiner Sicht generell sehr wichtig, denn Sport und Bewegung – egal wo – schaffen ein neues Miteinander, ein neues Lebensgefühl. Wir haben dafür den Arbeitstitel „Stadt als Stadion“, was deutlich machen soll: So wie am Mainkai müssen wir den öffentlichen Raum neu und anders erschließen – und für Sport und Bewegung zurückgewinnen. In meiner Kindheit konnten wir auf der Straße spielen, andere Verkehrsteilnehmer:innen haben darauf Rücksicht genommen. Es muss unser Ziel sein, wieder ein stärkeres Miteinander zu erreichen. … Das passt auch gut zum europäischen Gedanken und zu den Erfordernissen dieser Zeit.

Neue wirtschaftliche Herausforderungen kommen auf den Sport zu, durch die das Geld für notwendige Entwicklungen, etwa im Kinder- und Jugendsport oder bei der Integration und für ältere Menschen, noch knapper werden könnte. Was ist für Vereine und Verbände zu erwarten? – Welche Aufgaben stehen – auch in Kooperation mit der Stadt Frankfurt und Sportdezernent Mike Josef sowie anderen – teils jahrelangen Partnern aus Politik, Wirtschaft und Sport – für den Sportkreis im Fokus?

R.F.:  Für uns steht natürlich die Finanzierung der Vereine im Blickpunkt. … Ich muss sagen: Danke an alle ehrenamtlich Tätigen – sie haben das hervorragend gemeistert. … Ohne die Gemeinsamkeit hätten wir es nicht geschafft. Ich ziehe eine Lehre daraus – wie wir die Synergien besser nutzen können? – Ich habe anfangs gesagt, dass es viele Sportanbieter und Sportangebote gibt. … Wir müssen das besser bündeln und so gestalten, um einen neuen Mehrwert zu schaffen, für Anbieter wie für Nutzer. Das ist dann keine Streichung von Angeboten, aber eine wichtige Fokussierung.

Bitte vervollständige zum Schluss diesen Satz:  Die „Europäische Woche des Sports“ ist für mich …

R.F.:  … Herausforderung und Chance zugleich, den gesellschaftlichen Stellenwert des Sports herauszustellen, die Bedeutung für den sozialen Zusammenhalt, für Gesundheit und Bildung. Sport ist mehr als Wettkampf! Und wenn ich noch einen größeren europäischen Bogen schlagen darf: Sport baut Brücken auch für Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen aus ihrer Heimat flüchten müssen und zu uns kommen.

„Sport integriert Hessen“ heißt jetzt das neue Programm, in dem wir seit vielen Jahren daran arbeiten, durch Vereine und den Sportkreis für Geflüchtete Angebote zu bieten, auch in den Unterkünften … immer gibt es eine große Solidarität der Vereine im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Es gibt einen Sonderfond, den der Frankfurter Sportdezernent zur Verfügung gestellt hat … Es gibt die Freistellung von Mitgliedsbeiträgen. Alle ziehen an einem Strang. Sport ist auch eine Demokratiebewegung. In Sportstätten und in Vereinen lernt man immer auch solidarische und demokratische Prinzipien.

Der Sportkreis Frankfurt vertritt die Interessen der ca. 420 Frankfurter Turn- und Sportvereine sowie über 260.000 Sportler:innen und steht zudem an der Seite der freien Szene, also der Sportler:innen ohne Vereinszugehörigkeit. – Zum Partnernetzwerk zählen zudem die Premiumpartner Mainova, die Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain und Lotto Hessen sowie weitere Partner. – www.sportkreis-frankfurt.de

SM/mueller-livekommunikation.de/-gw

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