Königstein im Taunus ist ein besonders beliebter ‚Heilklimatischer Kurort‘ – NEU: „Klingende Liege und Schaukel“ im KURPARK …

16 Mai
2022

 

Stadtarchivarin Dr. Alexandra König, Kuratorin und stellv. Geschäftsführerin des Kulturfonds Frankfurt Rhein Main (li.) und Dr. Julia Cloot sitzend auf der „Liege“ – hinten: Erster Stadtrat Jörg Pöschl (li.) und Landrat Ulrich Krebs – Bildrechte/Foto: Gertrud E. Warnecke

Königstein im Taunus Aufgrund seiner ausgezeichnete Lage wurde die ‚Kur in Königstein‘ schon sehr früh entdeckt und gilt schon sehr lange als bevorzugter Wohnort. Bereits im 19. Jahrhundert residierte hier der Landesherr, der Herzog von Nassau.

Wohlhabende Frankfurter Bürgerfamilien taten es ihm gleich. Die Familie Rothschild errichtete in einem weitläufigen Park ihren Sommersitz – auch: „Haus der Länder“ und „Wiege der Bundesrepublik Deutschland“ – und heute das außergewöhnliche Boutique-Hotel „Villa Rothschild“.

Die lebendige und beliebte Stadt Königstein macht immer wieder auf sich aufmerksam – so ist sie jetzt um zwei Attraktionen reicher:  Die Klanginstallation „Liegekur“ der Künstlerin Lea Letzel  steht jetzt im Kurpark auf der großen Wiese mit Blick auf die Königsteiner Burg.

Das Besondere:  Es handelt sich um eine ‚klingende Liege und Schaukel‘, die ab sofort alle Königsteiner*innen und Gäste einlädt, die Objekte zum Klingen zu bringen und für einen Moment Geschichte und Gegenwart des Ortes mit Blick auf die Taunuslandschaft und den Kurpark zu erleben. – In der Liege befinden sich Stahlkugeln, die sich bei Gebrauch bewegen, in der Schaukel verbirgt sich eine Windharfe. – Beides ist so leise, dass es die Umgebung nicht beeinträchtig.

Stadtarchivarin Dr. Alexandra König:  „Lea Letzel bezieht sich in dieser Arbeit auf Heilungspraktiken, die in den Lufttherapien des Königsteiner Kurarztes Dr. Georg Pingler ihren Anfang nehmen und eine besondere Ausprägung in der „Liegekur“ fanden. Diese wurde maßgeblich von dem Falkensteiner Arzt Dr. Peter Dettweiler zur Behandlung von Lungenkrankheiten entwickelt.“

Die beiden Arbeiten der in Köln lebenden Künstlerin entstanden im Rahmen des Projektes »Klangkunst in Industriekultur« 2021, einer gemeinsamen Reihe von ‚Kulturfonds Frankfurt RheinMain‘ und ‚KulturRegionFrankfurtRheinMain‘. Die Schaukel und die Liege waren am Zauberberg in Kelkheim während der Tage der Industriekultur Ende August 2021 zu bestaunen und finden jetzt eine dauerhafte Heimat im Kurpark in Königstein.

„Schaukel“ – Bildrechte/Foto: Stefanie Wagenknecht, Stadt Königstein im Taunus

Ermöglicht wurde der Ankauf der Objekte durch die Stadt mit einer großzügigen Spende der Taunus-Sparkasse.Landrat Ulrich Krebs, jeweils stellvertretender Vorsitzender des Kulturausschusses des Kulturfonds und des Verwaltungsrates der Taunus Sparkasse, ist hoch erfreut:  »Wie schön, dass die Stadt Königstein ein solches Interesse an den Skulpturen der Künstlerin Lea Letzel gezeigt hat und gleich begeistert war von der Idee, sie zur dauerhaften Installation in ihren Kurpark aufzunehmen.«

Ermöglicht wurde der Ankauf der Objekte durch die Stadt mit einer großzügigen Spende der Taunus-Sparkasse.Landrat Ulrich Krebs, jeweils stellvertretender Vorsitzender des Kulturausschusses des Kulturfonds und des Verwaltungsrates der Taunus Sparkasse, ist hoch erfreut:  »Wie schön, dass die Stadt Königstein ein solches Interesse an den Skulpturen der Künstlerin Lea Letzel gezeigt hat und gleich begeistert war von der Idee, sie zur dauerhaften Installation in ihren Kurpark aufzunehmen.«

Auch Bürgermeister Leonhard Helm freut sich über den Neuzugang:  »Unser reiches Kulturangebot bekommt mit Hilfe des Kulturfonds neue Facetten: Mit dem Kirchner-Kubus hat die Stadt Königstein sich auch überregional als Ort für ungewöhnliche künstlerische Projekte präsentiert. Nun sind wir froh, diese besonderen Arbeiten einer zeitgenössischen Künstlerin im öffentlichen Raum zeigen zu können.«

Markus Franz, Vorstandmitglied der Taunus Sparkasse, betont, dass die Bitte um Unterstützung gleich auf offene Ohren gestoßen sei:  »Immer wieder unterstützt die Taunus Sparkasse qualitativ hochwertige künstlerische Projekte, so das Musikfestival ‚Allegro!‘ oder das Festjahr zu Friedrich Hölderlins 250. Geburtstag 2020 in Bad Homburg.«

Der Kulturfonds Frankfurt RheinMain unterstützt derzeit die Installation des Kubus in der Königsteiner Konrad-Adenauer-Anlage, in dem eine Rekonstruktion des Gemäldes »Die Badenden« von Ernst Ludwig Kirchner zu sehen ist. – Dr. Julia Cloot schätzt die Zusammenarbeit mit der Stadt und ihrer Fachdienstleiterin Dr. Alexandra König:  »Die Stadt Königstein ist eine starke Partnerin für Projekte, die der Kulturfonds gemeinsam mit Institutionen vor Ort durchführt und wird nun erstmals auch zum Schauplatz für zwei Installationen aus dem Bereich der Klangkunst.«

SW/-gw

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