Heuschnupfen … die Nase läuft – die Augen tränen

13 Apr
2011

Heuschnupfen (Pollinosis) ist eine allergische Reaktion des Körpers gegen Pollen von blühenden Gräsern, Sträuchern oder Bäumen. Die typischen Symptome: heftiges Niesen, Juckreiz in der Nase, wasserklares Nasensekret, gerötete Augen. Die Heuschnupfen-Saison dauert – je nach Wetterlage – von Ende Januar bis Oktober. Betroffen ist etwa jeder fünfte.

Die Häufigkeit der Erkrankung ist in den letzten Jahren stark angestiegen. In Deutschland leidet heute etwa jeder fünfte Erwachsene unter Heuschnupfen-Symptomen. Bei Kindern und Jugendlichen bis 17 Jahren liegt die Häufigkeit bei etwa bei zehn Prozent.

Die Bezeichnung Heuschnupfen lässt vermuten, dass die Symptome nur im Frühling und Sommer auftreten und sich auf die Nase beschränken. Dies ist aber meistens nicht der Fall. Zu den typischen Beschwerden wie Niesen, Juckreiz in der Nase und im Rachen, laufende oder auch verstopfte Nase kommen häufig noch Juckreiz und Rötung im Bereich der Augen und Tränenfluss.

Allergie-Impfung kann nur der Arzt durchführen: Hat der Arzt durch einen Allergietest die problematischen Pollen identifiziert, kann er eine so genannte „Allergie-Impfung“ veranlassen. Der medizinische Fachausdruck dafür ist Spezifische Immuntherapie (SIT) oder Hyposensibilisierung. Es handelt sich dabei – neben der Allergen-Vermeidung – um die einzige Möglichkeit, gegen die Ursachen eines Heuschnupfens vorzugehen. Auch bei anderen Allergiearten (z.B. einer Insektengift-Allergie) ist eine Hyposensibilisierung möglich. Die Erfolgsquote dieser Behandlungsmethode schwankt je nach Allergieart. Bei einer Pollenallergie kann in 80 bis 90 Prozent der Fälle eine deutliche Besserung der Symptome bis hin zur Beschwerdefreiheit erreicht werden.

Die Hyposensibilisierung wird meist über einen längeren Zeitraum (zwischen zwei und fünf Jahren) oder auch als Kurzzeittherapie wenige Wochen vor Beginn der Pollen-Saison durchgeführt. Der Arzt verabreicht dabei steigende Dosen der Allergie-auslösenden Substanzen, entweder als Injektion (unter die Haut) oder in Tropfen- bzw. Tablettenform (sublinguale Therapie). Durch die regelmäßige Gabe kommt es im Körper zu einem Gewöhnungseffekt. Bei erfolgreicher Behandlung treten die Heuschnupfen-Symptome danach nur noch schwach oder gar nicht mehr auf.   – Lifeline/gw

1 Kommentar zu Heuschnupfen … die Nase läuft – die Augen tränen

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Allergie Portal jucknix

Mai 28th, 2011 at 13:08

Leider sind inzwischen fast ganzjährig irgendwelche Pollen unterwegs, Tendenz steigend -> Leidensdruck ebenfalls steigend.

Die Hyposensibilisierung hat sich nach wissenschaftlichem Stand wirklich als sehr wirksam erwiesen. Bei kurzfristigen Therapien – kurz vor der Hauptpollensaison zum Beispiel – ist nach unserem Wissen Vorsicht angesagt: die gespritzten oder per Tabletten zugeführten Allergene addieren sich dann zum Teil mit denen aus der Luft, das kann zuviel sein für den Körper. Anaphylaktische Schocks sind daher wahrscheinlicher bei derartig kurzen Verabreichungen.

Am besten ist wohl immer noch der Beginn einer solchen Therapie im Herbst.

LG

Peter

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