Visionen und Bildung schenken – Schweizer eröffnet zwei neue Kinderdörfer der „Atlas-Kinder“ in Marokko

1 Jan
2022

 

Said Falah mit einem glücklichen Kind im Kinderdorf  „Dar Bouidar“ – Bildrechte / Foto:  www.atlas-kinder.org

Marrakesch (Marokko) – Zum Meilenstein in der Geschichte der „Atlas Kinder“ wird der 01. Januar 2022: An diesem Tag startet Kinderdorfgründer Hansjörg Huber den Bau von zwei neuen Dörfern.

Sie werden chancenlosen Kindern in Marokko ein Zuhause schenken. Gleichzeitig startet der 71-jährige Marokkaner Said Falah eine Tour zugunsten der Atlas Kinder, die ihn – größtenteils auf dem Fahrrad – durch 48 Länder der Welt führen soll. Gesponsert wird die Tour vom marokkanischen Fitnessunternehmen Goprot.

„Ich bin durch einen Fernsehbericht auf Kinderdorfgründer Hansjörg Huber und die Atlas Kinder aufmerksam geworden“, erklärt Said Falah, der sich bereits mit spektakulären Radtouren, etwa durch ganz Marokko, einen Namen gemacht hat:  „Nun nutze ich meine Reise, um mit möglichst vielen Menschen in Kontakt zu treten und sie für das Schicksal der chancenlosen Kinder zu sensibilisieren.“

Parallel zur Radtour starten Social-Media-Verantwortliche der Atlas Kinder eine virtuelle Spendenaktion unter:  https://www.cotizup.com/tourdumonde-constructionmaison

Baustart von Dar Abla und Dar Aicha:  Die Route des marokkanischen Sportlers, der ein Trikot mit dem Logo der Atlas Kinder tragen wird, startet am 01. Januar, 10:00 Uhr, im ersten  Kinderdorf „Dar Bouidar“. Es liegt rund 30 Kilometer südlich von Marrakesch. Rund 170 Kinder haben hier bereits ein liebevolles Zuhause gefunden. „Alle Kinder, Mütter und Angestellte von Dar Bouidar werden Said Falah zu Fuß auf den ersten Metern seiner Tour begleiten“, erklärt Huber. …

… der bereits über zwei Millionen Euro Privatvermögen in den Aufbau des ersten Kinderdorfes steckte und nun größtenteils das Land für den Bau der beiden neuen Dörfer sponsern wird – er eröffnet den Beginn der Bauarbeiten feierlich mit dem ersten Spatenstich.- Auch ist die Errichtung einer Grundschule vorgesehen. Die Planung von Dar Abla und Dar Aicha wird unentgeltlich von den beiden Architekturbüros Abdelhakimm Giulmi (Marrakesch) sowie Karim Rachidi (Casablanca und Prag) übernommen.Besonders berührend ist dabei die Geschichte eines Paares aus Casablanca: Nachdem ihre Tochter Abla bei einem tragischen Unfall im eigenen Pool ertrank, finanzieren die Eltern nun den Bau eines Kinderdorfes. Dar Abla entsteht in liebevoller Erinnerung an die eigene Tochter.

Der Name „Atlas Kinder“ steht für Internationalität. – Nach offiziellen Angaben werden in Marokko täglich rund 24 Kinder ausgesetzt. Die Dunkelziffer liegt wohl weit höher. Huber erfuhr von den Schicksalen der Kinder und wollte etwas tun. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin schuf er in der Nähe von Marrakesch ein ganzes Dorf aus dem Nichts. – Heute leben über 170 Kinder in Dar Bouidar:  „Unsere wichtigste Aufgabe ist, genügend Platz für Kinder in Not zu schaffen. Wir sind verpflichtet zu helfen. Bei uns wird  kein Kind abgewiesen. … “

Der Gründer hat eine Mission, die weit über Marokkos Grenzen hinausgeht: „Unser erstes Kinderdorf liegt am Fuße des Atlasgebirges. Atlas steht aber auch für die Weltkugel, der Name ‚Atlas Kinder‘ steht also für Internationalität. Ich möchte einen Leuchtturm schaffen, ein Pilotprojekt zur Nachahmung. Ich möchte den Kindern dieser Welt, die keine Chance haben, Visionen und Bildung schenken. Man könnte weltweit solche Dörfer bauen. Es gibt Tausende von Hubers, die ein gutes Herz und genügend Geld haben, um ähnliche Dörfer zu errichten“, erklärt der 75-Jährige: „Meine Vision ist, dass eines Tages keine Kinder mehr um ihr Überleben kämpfen müssen.“  –  www.atlas-kinder.org

Nadia Saadi/-gw

Bitte besuchen und liken Sie auch unseren Facebook-account

.

Ihre Meinung ist uns wichtig

oben