Wenn Energiekosten steigen: Wertvolle TIPPS für Gesundheit, Umwelt und Geldbeutel

23 Okt
2021
Clever heizen: Sieben einfache Tipps für Geldbeutel, Gesundheit und Umwelt

Richtiges Heizen und Lüften ist entscheidend für einen effizienten Wärmeverbrauch und kann viel Geld sparen. – Bildrechte: Techem GmbH – Fotograf: Techem GmbH

Eschborn – Clever heizen: Sieben einfache Tipps für Geldbeutel, Gesundheit und Umwelt.

Die Energiekosten steigen und steigen … wichtig ist, sich zum Start der Heizperiode mit dem richtigen Heizen zu befassen, denn rund 85 Prozent der Energiekosten entfallen im Haushalt auf den Wärme- und Wasserverbrauch, nur 15 Prozent auf Strom.

Aktuelle Zahlen des Bundesverbands für Energie- und Wasserwirtschaft zeigen: Während knapp die Hälfte des Wohnungsbestands Gas als Energieträger nutzt, heizt noch ein Viertel mit Öl. Zudem sind rund 55 Prozent aller Heizungsanlagen in Deutschland älter als 15 Jahre, nur jede Fünfte ist optimal eingestellt und dimensioniert. Dabei ließen sich durch eine intelligente Steuerung von Heizungsanlagen 10-15% des Energieverbrauchs einsparen.

Auch wenn Mieter nur wenig Einfluss auf die im Gebäude genutzten Energieträger haben, kann das richtige Heiz- und Lüftungsverhalten entscheidend für einen effizienten Wärmeverbrauch sein und viel Geld sparen. Folgende Tipps können dabei helfen:

1.  Die richtige Temperatur und Kleidung:  Nicht jeder Raum muss gleichermaßen geheizt werden. Für Wohn- und Kinderzimmer sowie das Bad reichen 20 bis 22 Grad, die mit den Heizstufen 3 bis 4 erreicht werden. Im Schlafzimmer, in nicht genutzten Räumen sowie der Küche reichen die Stufen 2 bis 3 für bis zu 20 Grad aus. Jedes Grad weniger spart dabei bis zu 6 Prozent Energie.

Auch ist die richtige Kleidung während der Heizperiode nicht zu unterschätzen. Wer bei 21 Grad friert, sollte eher zu dicken Socken und Pullover greifen als zum Thermostatkopf. Zu hohe Raumtemperaturen führen nicht nur zu hohen Heizkosten, sondern auch zu trockener Luft, was sich auf die Gesundheit auswirken kann.

2.  Heizung prüfen und entlüften:  Für eine optimale Wärmeabgabe sollten Heizkörper regelmäßig geprüft werden. Wird die Heizung nicht richtig warm oder gluckert, kann sich darin Luft angesammelt haben. Daher empfiehlt sich, die Heizung vor jeder Heizperiode zu entlüften.

3.  Heizkörper nicht zustellen:  Entscheidend für mehr Energieeffizienz ist auch, die Heizkörper frei von anderen Gegenständen zu halten. So sollte stets ein Freiraum von 15 bis 20 Zentimetern zur Heizung gelassen werden, um Wärmestaus zu vermeiden und die Luftzirkulation zu verbessern.

4.  Heizungen herunterdrehen:  Ist niemand zuhause, empfiehlt es sich, die Heizung herunterzudrehen statt komplett auszustellen. Das Halten einer abgesenkten Zimmertemperatur ist deutlich günstiger, als einen ausgekühlten Raum erneut aufzuheizen. Die Mindesttemperatur sollte jedoch in jedem Raum 16 Grad betragen. – Auch lässt sich nachts Energie sparen, denn wer im Schlafzimmer liegt, braucht kein warmes Wohnzimmer. Die Wohnung darf mit 17 bis 19 Grad deutlich kühler sein als tagsüber. Intelligente Thermostate können dabei helfen, Raumtemperaturen per Zeitschaltung festzulegen.

5.  Richtiges Lüften:  Entscheidend für ein gesundes Raumklima ist auch das regelmäßige Lüften. Für einen optimalen Luftwechsel empfiehlt sich Stoßlüften, das mehrmals täglich erfolgen sollte. Bei längerer Kipplüftung entweicht hingegen zu viel ungenutzte Energie, während sich Feuchtigkeit im Raum stauen und zu Schimmelbildung führen kann. Vor jedem Lüften sollte die Heizung heruntergedreht werden.

6.  Türen und Fenster abdichten:  Ebenso wichtig wie regelmäßiges Lüften ist das richtige Verschließen potenziell undichter Quellen. Einfache, aber wirkungsvolle Maßnahmen stellen etwa die Überprüfung von Fenstern oder Türen sowie die Abdichtung durch Isolierband, Gummidichtungen oder Türkissen dar.

7.  Vorhänge und Jalousien nachts schließen:  Damit in kalten Nächten nicht zu viel Wärme entweicht, sollten Vorhänge und Jalousien geschlossen werden. Dadurch kann man nicht nur Energie sparen, sondern auch bis zu 50 kg CO2 im Jahr vermeiden. – Weitere Informationen zum sparsamen Heizen und Lüften gibt es hier

ots/-gw

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