Freiwillig mehr tun, als Gesetze und Vorschriften vorschreiben! – VCI ehrt Preisträger des Responsible-Care-Wettbewerbs 2021

13 Sep
2021

Bildrechte: VCI Frankfurt

Frankfurt am Main – In der chemisch-pharmazeutischen Industrie ist ‚Klimaachutz‘ betrieblicher Alltag. Die Siegerprojekte des diesjährigen Responsible-Care-Wettbewerbs „Unser Beitrag zum Klimaschutz“ des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) sind dafür gute Beispiele.

VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup sagt anlässlich der Preisverleihung: „Klimaneutral zu produzieren, ist für die chemisch-pharmazeutische Industrie keine Worthülse. Die Projekte des Responsible-Care-Wettbewerbs 2021 sind dafür herausragende Vorbilder, wie kreativ und innovativ die Unternehmen dieses Ziel erreichen wollen.“ – Eine Fach-Jury entschied über die Vergabe der Plätze 1 bis 3 sowie die Sieger der beiden Sonderkategorien Mittelstand und Digitalisierung.

Die Aurubis AG, Hamburg, hat sich mit ihrem Projekt „Innovativer Modellversuch zur Dekarbonisierung des Kupferprozesses“ den ersten Platz gesichert. Erstmalig hat das Multimetall-Unternehmen – einer der weltweit größten Kupferrecycler – in einem Pilotprojekt klimaneutralen Wasserstoff als Reduktionsmittel in der Kupferproduktion genutzt, um so erhebliche Mengen an Kohlendioxid einzusparen. … Die Jury ist überzeugt, dass das weltweite Einsparpotenzial bei der Metallproduktion riesig ist. …

Für die „Roadmap zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen“ wurde die DSM Nutritional Products GmbH, Grenzach, mit dem zweiten Platz belohnt. Das ehrgeizige Ziel: Bis 2050 will das Unternehmen klimaneutral produzieren. … Wichtige Ideengeber sind hierfür mehrtägige Workshops, sogenannte Deep Dives, in denen Experten aus allen Fachbereichen detailliert die Prozesse und Anlagen analysieren. Die bisherigen Einsparerfolge sowie die Einbeziehung der Mitarbeiter überzeugten die Jury besonders.

Den dritten Platz belegt die Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG, Ingelheim, mit dem Projekt „Nachhaltig von Anfahrt bis Feierabend“. Bei Boehringer wird Klimaschutz, wo immer möglich, in den Arbeitsalltag integriert. – Auch die Beschäftigten werden mit ins Boot geholt, sei es durch die Bike-to-Share-Station für Mitarbeitende auf dem Betriebsgelände oder der umweltfreundlichen Klimatheke in der Kantine. … Dieser ganzheitliche Ansatz, der die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Micro-Influencern macht, hat die Jury beeindruckt.

Den Mittelstandspreis gewinnt die Dr. Babor GmbH & Co. KG, Aachen, mit dem Projekt „Vollautomatisches Dashboard für den Corporate Carbon Footprint“. Damit kann das Unternehmen den Kohlendioxid-Fußabdruck in Echtzeit digitalisieren und sichtbar machen … eine herausragende Leistung eines mittelständischen Unternehmens, ist sich die Bundesjury schnell einig.

Der Digitalisierungspreis geht an die BASF SE, Ludwigshafen, für das Projekt „Strategic CO2 Transparency Tool“. In einem standardisierten und automatisierten Verfahren berechnet das Unternehmen individuelle CO2-Fußabdrücke für alle 45.000 Produkte – und zwar jeweils vom eingekauften Rohstoff bis zum Einsatz von Energie in den Produktionsprozessen. Diese Daten kann BASF ab Ende 2021 zur Verfügung stellen …

Hintergrund zu Responsible Care und zum Wettbewerb:  Freiwillig mehr tun, als Gesetze und Vorschriften vorschreiben. Das dokumentiert die chemisch-pharmazeutische Industrie mit ihrer weltweit einzigartigen Initiative Responsible Care – in Deutschland seit 30 Jahren. Hier ist Responsible Care ein Beitrag zur Nachhaltigkeitsinitiative Chemie3. – Der Responsible-Care-Wettbewerb des VCI beginnt auf Landesebene – in diesem Jahr wurden 92 Projekte eingereicht. Die Landessieger nehmen automatisch am Bundeswettbewerb teil. Hier entschied die Jury aus insgesamt 18 Projekten über die Bundessieger. – Über die Platzierungen auf Bundesebene entschied eine unabhängige siebenköpfige Jury. – Die Sieger wurden im Rahmen einer digitalen Preisverleihung ausgezeichnet:

Dr. Anita Breyer, Bundesumweltministerium;
Carola Dittmann, Stiftung Arbeit und Umwelt der IG BCE;
Ministerialdirigent Dr. Winfried Horstmann, Bundeswirtschaftsministerium, vertreten durch Dr. Heinrich Lochte;
Dr. Michael Reubold, Wiley-VCH Verlag Weinheim;
Professor Dr. Ferdinand Schüth, Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, Mühlheim/Ruhr;
Professor Dr.-Ing. Leon Urbas, TU Dresden sowie
Dr. Wolfgang Große Entrup und Dr. Gerd Romanowski für den VCI.

Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von über 1.700 deutschen Chemie- und Pharmaunternehmen sowie deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. 2020 setzte die Branche knapp 190 Milliarden Euro um und beschäftigte rund 464.400 Mitarbeiter*innen.  –  www.vci.de

vci/-gw

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