Neues Tsunami-Frühwarnsystem an Indonesien übergeben

30 Mrz
2011

© CEphoto, Uwe Aranas, Langkawi Malaysia TSUNAMI-Warning-Board-01, CC BY-SA 3.0

Die Bundesregierung hat am Dienstag in Indonesien ein neuartiges Tsunami-Frühwarnsystem übergeben, das vom Geoforschungszentrum Potsdam maßgeblich mit entwickelt wurde.

Das System ist seit November 2008 in Betrieb und geht nun in die Verantwortung Indonesiens über. Deutschland trägt knapp die Hälfte der Kosten für das insgesamt 100 Millionen Euro teure Frühwarnsystem. An der Entwicklung waren neun deutsche Forschungseinrichtungen sowie indonesische Fachleute beteiligt.

Wie der Koordinator des Projekts, Jörn Lauterjung,  sagte, werden die Daten in einer Tsunami-Simulation zusammengeführt. Dadurch lasse sich schon kurz nach einem Erdbeben vorhersagen, wann und wo die Welle auf Land treffen und wie groß sie sein wird.

Nach dem Tsunami von 2004 und insbesondere auch nach dem folgenschweren Erdbeben in Japan sei das Interesse in Südostasien sehr groß, so Lauterjung weiter. Die jüngste Katastrophe habe gezeigt, dass sich so ein Ereignis wie in Sumatra öfter wiederholen könne.

Auch in Indonesien habe man in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe von mittelgroßen und kleineren Tsunamis gehabt, wo das System bereits geholfen und Menschen gewarnt habe.

Nach der Tsunami-Katastrophe von Weihnachten 2004  hatte die deutsche Bundesregierung dem Potsdamer Geoforschungszentrum den Auftrag erteilt, ein Frühwarnsystem für den Indischen Ozean zu entwickeln. Die Mittel stammen aus dem deutschen Beitrag im Rahmen der Flutopferhilfe.

rbb/gw

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