„Es ist manchmal gut, die Sorgen so zu behandeln, als ob sie nicht da wären = das einzige Mittel, ihnen die Wichtigkeit zu nehmen!“ …

3 Aug
2021
Rainer Maria Rilke um1900 • Bild: Public domain, via Wikimedia Commons

Rainer Maria Rilke um1900 • Bild: Public domain, via Wikimedia Commons

… erkannte schon Rainer Maria Rilke (* 04. Dezember 1875 in Prag, Österreich-Ungarn / † 29. Dezember 1926 im Sanatorium Valmont bei Montreux, Schweiz), österreichischer Lyriker deutscher und französischer Sprache.

Mit seiner in den ‚Neuen Gedichten‘ vollendeten, von der bildenden Kunst beeinflussten ‚Dinglyrik‘ gilt Rilke als einer der bedeutendsten Dichter der literarischen Moderne.

Beeinflusst durch die Philosophen Schopenhauer und vor allem Nietzsche, deren Schriften er früh kennengelernt hatte, ist Rilkes Werk durch eine scharfe Kritik an der Jenseitsorientierung des Christentums und an einer einseitig naturwissenschaftlich-rationalen Weltdeutung geprägt.

Zu den frühen Werken Rilkes gehören die Gedichtbände ‚Wegwarten‘, ‚Traumgekrönt‘ und ‚Advent‘. Mit dem Band ‚Mir zur Feier‘ (1897/1898) wendet er sich zum ersten Mal systematisch einer Betrachtung der menschlichen Innenwelt zu. Die unveröffentlichte Gedichtsammlung ‚Dir zur Feier‘ (ebenfalls 1897/1898 entstanden) ist eine einzige Liebeserklärung an die verehrte Lou Andreas-Salomé. …

Das Stunden-Buch (drei Teile, entstanden 1899–1903, Erstdruck 1905), benannt nach traditionellen Gebetbüchern des Mittelalters, bildet den ersten Höhepunkt des Frühwerkes und ist Ausdruck eines pantheistischen Gottesbildes. Mit seinen kunstvoll verschlungenen Reimbändern und seinem fließenden Rhythmus ist dieser Gedichtzyklus eines der Hauptwerke des literarischen Jugendstils. Dieser Schaffensperiode ist auch die 1902 erschienene und 1906 um zahlreiche Gedichte erweiterte, im impressionistischen Stil gehaltene Gedichtsammlung ‚Das Buch der Bilder‘ zuzurechnen.

Nietzsches Philosophie – auch vermittelt durch beider intime Freundin Lou Andreas-Salomé – gewinnt in den Jahren um die Jahrhundertwende erheblichen Einfluss auf Rilke. Die Anerkennung der Wirklichkeit ohne Jenseitsvertröstungen oder soziale Entwicklungsromantik prägte auch Rilkes Weltverständnis. Dafür stehen intensive Beobachtungen der Natur sowie des menschlichen Verhaltens und Gefühlslebens. Dies alles bildete Rilkes „Weltinnenraum“, in dem sich Außen- und Innenwelt verbinden. …

Dieses Welterfassen bezieht ausdrücklich die schmerzvollen und fremden Aspekte des Lebens ein: Hässliches, Krankheit, Trieb und Tod. – In einer intensiven Schaffenszeit vollendete Rilke innerhalb weniger Wochen im Februar 1922 die ‚Duineser Elegien‘. In unmittelbarer zeitlicher Nähe entstanden auch die beiden Teile des Gedichtzyklus ‚Sonette an Orpheus‘. Beide Dichtungen zählen zu den Höhepunkten in Rilkes Werk. … – (wikipedia)

-/gw

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