DLRG mit über 840 ehrenamtlichen Helfern in den betroffenen Überschwemmungs-Gebieten

16 Jul
2021
Trotz Hochsaison an den Badestellen: DLRG mit rund 840 Einsatzkräften in den überschwemmten Gebieten

Trotz Hochsaison an den Badestellen: DLRG mit rund 840 Einsatzkräften in den überschwemmten Gebieten, DLRG-Einsatzkräfte während einer Übung im Katastrophenschutz. – Bildrechte: DLRG/Reinelt – Fotograf: Daniel-André Reinelt

Bad Nenndorf – Trotz Hochsaison an den Badestellen war die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mit rund 840 Einsatzkräften in den von Unwettern und Überschwemmungen betroffenen Gebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Einsatz.

Weitere Einsatzkräfte aus Niedersachsen wurden alarmiert. „Die Lage vor Ort ist wahrlich dramatisch. Für unseren Verband ist das eine der größten Herausforderungen in seiner Geschichte“, sagte DLRG Präsident Achim Haag am Donnerstag, 15.07.2021: „Unsere 41.000 Rettungsschwimmer sind derzeit an den Badestellen gefordert wie zu keiner Zeit sonst im Jahr und jetzt kommt diese Katastrophe“, so Haag, der selbst in Rheinland-Pfalz lebt.

Weitere 280 Helfer aus Hessen und Niedersachsen:  Allein die DLRG in NRW ist zurzeit mit über 600 Kräften im Einsatz – sie evakuieren Bewohner, retten in Not Geratene, sichern und verteidigen Deiche vor den Wassermassen. Insgesamt 14 Wasserrettungszüge sind ausgerückt. Damit ist die derzeitige Kapazität erreicht, weshalb Verstärkung von den Landesverbänden Hessen und Niedersachsen angefordert wurde. Aus Niedersachsen machten sich noch am Donnerstagabend zwei Wasserrettungszüge mit über 100 Helfern auf den Weg. Sieben weitere Wasserrettungszüge mit 175 Einsatzkräften starteten am Freitagmorgen in Hessen.

Unterstützung erhalten hat bereits die DLRG in Rheinland-Pfalz. Deren 160 Kräften kamen rund 60 Wasserretter aus dem Saarland zur Hilfe. „Unseren Einsatzkräften gebührt – wie den vielen anderen Helfern auch – ein riesiges Dankeschön. Ihr freiwilliger Einsatz für die Menschen in den betroffenen Gebieten kann nicht hoch genug geschätzt werden“, so der DLRG Präsident.

Sollte die Lage ernst bleiben und weitere Verstärkung benötigt werden, können zusätzliche Wasserrettungszüge aus nicht betroffenen Bundesländern über die Innenminister der Länder angefordert werden. Auch die bundesweit auf fünf Standorte verteilten Luftretter, die in überschwemmten Gebieten Personen von Hubschraubern (zumeist der Bundespolizei) aus evakuieren, sind auf einen möglichen Einsatz vorbereitet.

Bereits im Einsatz sind zahlreiche Strömungsretter. Diese auf strömende Gewässer, Wildwasser und Hochwasser spezialisierten Wasserretter werden zur Suche und Rettung an und in fließenden Gewässern eingesetzt, sichern Rettungskräfte ab, unterstützen Bootseinsätze in besonderen Gefahrenzonen oder assistieren bei der technischen Hilfeleistung anderer Organisationen am und im Wasser. Im Hochwasser retten die Strömungsretter mit seiltechnischen Hilfsmitteln Personen aus überfluteten Gebieten, arbeiten an Dämmen und Deichen als Schnittstelle zu Tauchern und sichern Helfer und Einsatzkräfte an der Einsatzstelle bei der Deichsicherung.

Die DLRG ist mit über 1,7 Millionen Mitgliedern und Förderern die größte Wasserrettungsorganisation der Welt. Seit ihrer Gründung im Jahr 1913 hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren. Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Mehr Informationen unter:  www.dlrg.de

ots/-gw

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