Musikgenuss auf höchstem Niveau – Größter mobiler Konzertsaal Europas

20 Apr
2021

Bild: artefontc / Tanja Labs

Oestrich-Winkel – ‚Rheingau Musik Festival auf Schloss Johannisberg – Fürst von Metternich Konzert-Kubus – der wohl größte mobile Konzertsaal Europas – Kammermusikgenuss auf höchstem Niveau mit Abstand und Hygieneregeln.

„Die Zusammensetzung aus Holz, Glas und Metallwerkstoffen führt durch die spezifische Anordnung der Materialien im Inneren des Konzertsaales dazu, dass ein optimales Klangerlebnis entsteht“, so Matthias Becker, ‚bst‘ (Betreuung der Bühnen-, Licht- und Tontechnik).

Schloss Johannisberg, gelegen auf dem Gipfel eines von Reben ummantelten Berges hoch über dem Rheintal, und insbesondere der Fürst-von-Metternich-Saal, ist seit Beginn des Festivals der Ort für hochvirtuose Kammermusik des Rheingau Musik Festivals. Hier geben sich bedeutende Streichquartette und weitere Kammermusikensembles die Klinke in die Hand und jeden Sommer finden rund 10 Klavierrezitals mit den wichtigsten Pianisten der Welt statt.

Da in diesem Sommer auf Abstandsregeln und besondere Hygienemaßnahmen wert gelegt wird, ist der Fürst-von-Metternich-Saal für Konzerte zu klein. So wurde nach einer Alternative gesucht und die wurde gefunden. Unter Federführung von Matthias Becker der ‚bst Becker Studio Technik GmbH‘, dem Technikpartner des Rheingau Musik Festivals seit der Geburtsstunde des Festivals, entsteht auf dem Cuvéehof von Schoss Johannisberg der einzigartige Fürst von Metternich Konzert-Kubus, der mit Corona-Abständen rund 580 Personen Platz bietet. Es ist der wohl größte mobile Konzertsaal Europas, der in den kommenden Jahren auch an anderen Stellen wieder aufgebaut werden kann. Der Saal verfügt über mehrere Eingänge. Der Bestuhlungsplan ist im Schachbrettmuster mit entsprechenden Sicherheitsabständen zwischen den Sitzplätzen kalkuliert. Das Schachbrettmuster sieht jeweils zwei zusammenhängende Plätze zwischen je zwei gesperrten Plätzen vor.

Die Herausforderung und das Einzigartige zugleich ist die Tatsache, das von außen sehr puristisch und vielleicht auch funktional erscheinende Gebäude akustisch so aufzuwerten, dass ein Musikgenuss ohne Verstärkung möglich wird. Der Mix aus Holz, Glas und Metallwerkstoffen führt durch die spezifische Anordnung der Materialien im Inneren des Konzertsaales und der Sitzplätze, die nach hinten ansteigen, sowie durch die Akustiksegel an der Decke und Akustikelementen an der Wand und auf der Bühne dazu, dass ein natürliches Klangerlebnis entsteht. Damit wird der Kubus dem hohen Anspruch der Künstler und des Publikums und nicht zuletzt dem hohen Qualitätsanspruch des Festivals an die künstlerische Umsetzung gerecht. Besonderer Wert wird auf nachhaltige Materialien gelegt.

Bei dem Kubus, einem mobilen Temporärbau, geht es darum, mit einem Team aus Fachleuten ein bestmögliches Ergebnis aus den Ansprüchen von Akustik, Architektur, körperlichem Wohlbefinden und Wirtschaftlichkeit zu erzeugen. Das Team besteht unter der Leitung und Koordination von Matthias Becker aus einem Stahlbauer, einem Statiker, einem Holzbauer sowie einem Akustiker der BBM Akustik Technologie GmbH aus München. Das ist ein weltweit führendes Unternehmen für Beratungsleistungen, Prüfungen und Planungen in allen Bereichen der Akustik, der Bauphysik und des Umweltschutzes.

In diesem Video erläutert Matthias Becker den Bau des Kubus und die akustischen Überlegungen:  https://youtu.be/KXxpRsWrwlQ

rmf/-gw

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