Es blüht wieder auf Balkonen, Terrassen und in Gärten – Wichtige klimafreundliche TIPPS!

19 Apr
2021

Gülzow-Prüzen Torffrei Gärtnern – Hobbygärtner*innen laufen zur Zeit zur Hochform auf. Säckeweise wird Erde herangekarrt, damit Balkone, Terrassen und Gärten auch in diesem Jahr wieder zu blühenden grünen Oasen werden.

Dem Klimaschutz zuliebe sollte man aber darauf achten, dass die Erden, die man verwendet, frei sind von Torf. Warum genau, wie gut diese torffreien Alternativen sind und was man beachten sollte, weiß Helke Michael: Torf gehört ins Moor. Denn da kommt er auch her. Über viele Jahrtausende ist er hier aus Pflanzenresten entstanden, die sich abgesetzt haben und konserviert wurden.

Prof. Dr. Bernhard Beßler, Leiter des Geschäftsbereichs Gartenbau bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen: Dadurch ist es so, dass sie sehr viel CO2 gespeichert haben und dieses CO2 bei der Torf-Nutzung wieder freigesetzt wird. Wenn man den Torf nicht verwendet, wird das CO2 sehr viel später freigesetzt oder sehr viel langsamer freigesetzt. Wir alle wissen, dass CO2 unser Klima verändert und je weniger CO2 wir freisetzen, desto besser ist das für die Umwelt.“

Auch wenn es im professionellen Gartenbau noch nicht möglich ist, kann man im Hobbygarten, auf Balkon und Terrasse sehr gut auf Torfboden verzichten. „Für Töpfe und Blumenkästen gibt es sehr gute Erden, auch Spezialerden für Hochbeete oder ähnliches, die zum Teil bessere Eigenschaften haben als Torf. Gerne genutzt wird Substratkompost, Holzfasern, Rindenmulch, manchmal wird auch noch Bimskies zugesetzt oder Ton. Und meistens sind es sehr gut ausgewogene Mischungen aus verschiedensten Stoffen, sodass diese Substrate auch für ganz viele verschiedene Pflanzenarten passen können“, betont Prof. Dr. Bernhard Beßler.

Kompromisse bei der Pflanzenauswahl muss man damit nicht machen: Die ganzen Pflanzen, die wir z.B. in der Beet- und Balkonsaison haben, sind in der Regel für torffreie Substrate geeignet. Mir fällt da ganz wenig ein, was nicht so gut funktioniert – vielleicht mediterrane Kräuter, die immer mal abtrocknen müssen – aber dieser ganze Bereich Petunie, Geranie, Fuchsia sind durchaus für torffreie Substrate geeignet“, so Prof. Beßler. …

Fazit: Wer torffrei gärtnert, kann also einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten! Deshalb sollte man im eigenen Garten, auf dem Balkon oder bei Zimmerpflanzen zu den torffreien Blumenerden greifen. Und Alternativen gibt es inzwischen für so gut wie jede Pflanzenart. Eine Auswahl an torffreien Erden und jede Menge Infos finden Sie auch noch mal im Netz unter:  torffrei.info    (Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. www.fnr.de)

ots/-gw

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