„Grüne Soße“ – hessische Spezialität – international bekannt und beliebt

12 Apr
2021

Frankfurter Grüne Soße • Bild: Own work, Frankfurter Grüne Soße, CC BY 3.0

Frankfurt am Main – Feinschmecker lieben ihre „Grüne Soße“ mit den berühmten sieben Kräutern – schon lange hat sie internationale Bekanntheit und Beliebtheit erlangt … traditionell mit Kartoffeln und hart gekochten Eiern serviert, ist sie ein gesunder Hochgenuss schlechthin.

Seit 2016 steht die „Frankfurter Grüne Soße“ bzw. „Frankfurter Grie Soß“ sogar EU–weit unter besonderem Schutz. Die genannte Bezeichnung wurde in das EU-Register der geschützten Ursprungsbezeichnungen und der geschützten geografischen Angaben eingetragen und darf daher den Zusatz „g.g.A.“ (geschützte geografische Angabe) tragen.

Erzeuger müssen laut EU–Verordnung strenge geografische Vorgaben und auch Vorschriften hinsichtlich Zusammensetzung, Erzeugung und Kennzeichnung einhalten. Alle Kräuter müssen aus Frankfurt oder umliegenden Gemeinden stammen. Einzige Ausnahme bildet die Petersilie – sie darf vorübergehend auch von einem Erzeuger außerhalb des abgegrenzten geografischen Gebietes stammen. Sie muss jedoch frisch und innerhalb von 36 Stunden nach der Ernte in die Gebinderollen im geografischen Gebiet verarbeitet werden.

Auf den Gebinderollen muss auf der Außenseite in grüner Schrift der Name des Erzeuger-Betriebes, die Bezeichnung „Frankfurter Grüne Soße g.g.A.“ bzw. „Frankfurter Grie Soß g.g.A.“ angegeben werden. Auch die Aufzählung der sieben Kräuter ist obligatorisch. Darunter – gut lesbar – ist der Zusatz „frische Kräuterkomposition zur Zubereitung der ‚Grünen Soße‘“ aufzudrucken. …

Diese Kräuter gehören in die „Frankfurter Grüne Soße“:  Borretsch  ||  Kerbel  ||  Kresse  ||  Petersilie  ||  Pimpinelle  ||  Sauerampfer  ||  Schnittlauch

Die Kräuter werden fein gehackt mit Schmand und saurer Sahne im Verhältnis eins zu zwei oder eins zu drei verrührt. Dazu kommen zerkleinerte gekochte Eier und etwas Essig und Öl. Auch gibt es Varianten mit Schalotten, Senf und Knoblauch. Einige Rezepte verwenden auch Buttermilch mit Schmand oder saurer Sahne als Soßenbasis – traditionell mit gekochten Kartoffeln oder Backkartoffeln.

Grüne Soße als Eis oder im Kreppel? – Das klingt verrückt, aber wer nach einer Abkühlung an heißen Sommertagen sucht, kann das Traditionsgericht sogar schlecken. Sternekoch Christian Steska aus Fulda hat freundlicherweise ein Rezept zum Selbermachen zur Verfügung gestellt:

1 Bund Grüne-Soße-Kräuter waschen, zupfen, hacken. 500g Schmand dazu. 250g Joghurt in einem Topf erwärmen, 25g Traubenzucker hinzugeben und darin auflösen. Kräuter und Schmand mit Joghurt, kleingeschnittenen Gewürzgurken (50g) und etwas Senf vermengen und glattrühren. Abschmecken (mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft) und ab in die Eismaschine. – Und einige Bäckereien in Hessen bieten sogar „Kreppel mit Grüner-Soße-Füllung“ an. – GUTEN APPETIT !  –  www.umwelt.hessen.de

(schl)/is/-gw

Bitte besuchen und liken Sie auch unseren Facebook-accountid=’mad03′]

Ihre Meinung ist uns wichtig

oben