„Sprache ist der Schlüssel zur Welt“ – sagte schon Wilhelm von Humboldt – „Tag der Logopädie“ am 06. März

4 Mrz
2021

Logopädinnen und Logopäden behandeln Menschen jeden Alters, die unter Störungen der Sprache, des Sprechens, der Stimme oder des Schluckens leiden • Bild: © dbl-ev / Jan Tepass

Frechen – Der vom europäischen Dachverband CPLOL ausgerufene „Europäische Tag der Logopädie am 06. März“ stellt in diesem Jahr die neuen Möglichkeiten, die die Digitalisierung in der Logopädie bieten kann, in den Mittelpunkt.

Die Corona-Pandemie hatte im Frühjahr 2020 zu einem enormen Entwicklungsschub in der Nutzung digitaler Technik in der Logopädie geführt. „Um dauerhaft eine optimale Versorgung mit logopädischer Therapie sicherzustellen, fordern wir den Anschluss unserer Berufsgruppe an die Telematik-Infrastruktur sowie insbesondere die dauerhafte Aufnahme von logopädischen Videobehandlungen in den Leistungskatalog der gesetzlichen und privaten Krankenkassen“, betont die Präsidentin des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie e.V. (dbl), Dagmar Karrasch.

Erstmals war es ab Mitte März aus Gründen des Infektionsschutzes möglich, Videobehandlungen über alle gesetzlichen Krankenkassen abzurechnen. Bereits nach zwei Monaten gaben 80 Prozent der an einer wissenschaftlichen Umfrage teilnehmenden logopädischen Praxen an, dass sie ihren Patienten diese neue Form der Therapie anbieten.

Auch aktuell ist dies noch der Fall.Wir wollen, dass die Videobehandlung als neue Versorgungsoption dauerhaft in die Regelversorgung aufgenommen wird, denn sie kann nicht nur dazu beitragen, die Patientinnen und Patienten in Zeiten einer Pandemie zu schützen, … betont Dagmar Karrasch.

Versorgung sicherstellen:  So erschwere beispielsweise der Fachkräftemangel in der Logopädie die therapeutische Versorgung, insbesondere in ländlichen Regionen. Die Patientinnen und Patienten müssen dort zum Teil erhebliche Entfernungen zurücklegen, um eine Praxis mit freien Terminen zu finden. Dies ist insbesondere für ältere Menschen oft nicht möglich. Hier könnte die Videobehandlung hilfreich sein.

„Die logopädische Versorgung der Zukunft muss beides vorhalten: Die Vorteile der präsenz- und die der online-basierten Behandlung. Beides lässt sich wunderbar im Sinne der bestmöglichen Versorgung miteinander kombinieren“, sagt die dbl-Präsidentin und ergänzt:

„Wichtig ist uns, dass über die Nutzung digitaler Technik in der Therapie in gemeinsamer Absprache von Patienten und behandelnden Therapeuten entschieden wird.“, so Dagmar Karrasch. – Umfassende Informationen gibt es auf der Website des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie e.V.:  www.dbl-ev.de

ots/-gw

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